Fürsorge auf dem Gebiete des Rettungswesens.
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Uebersicht über die tödtlichen Verunglückungen in Berlinwährend der Jahre 1888—1897.
1888
889
1890
1891
1S92
1893
1894
1895
1896
1897
Im
Ganzen
a) Verbrennen .....
b) Erfrieren .......
e) Ertrinken.......
rl) Erhängen .......
e) Ersticken .......
f) Hitzschlag ......
g) Blitzschlag......
h) Explosion ......
i) Ueberfahren .....
k) Sturz und Schlag . .
I) Schussverletzung . .
m) Schnitt-, Stich- und
Bisswunden .....
n) Operationen .....
Im Ganzen
403
94
182
29
72
176
62
1811
51
2
97
153
29
2
1
66171101
1215
39
1
106
200
38
1
2
68
211
100
915
37
1
118
184
44
1
4
60
186
116
919
55
107
227
32
8
1
55
190
112
824
40
6
117
217
35
45175
80
1135
40
1
126
222
44
2
66
192
94
1531
473
88
193
39
9
2
65
217
95
1637
45
1
111
209
36
6
4
64
193
114
54
103
220
53
2
70
230
106
20 2146 34
446
18
1067
2007
379
22
1
15
631
1941
980
139
267
687 700 790 779 819 761 833
804 849 ! 893 7913
Rettung im oder auf dem Eise Verunglückter.Am meisten ereignen sich Unfälle dieser Art beim Schlittschuh-laufen oder bei sonstigem Ueberschreiten von Eisflächen. Zur Rettungdient oft noch heute die seit Alters her gebräuchliche Eisloiter,welche in Frankreich ganz passend abgeändert worden ist, indem zweiLeitern kreuzweise zusammengebunden werden, so dass sie von vierSeiten auf dem Eise über der Einbruchsöffnung' aufruhen. Von diesenLeitern als festen Stützpunkten aus kann dann die Rettung der Ein-gebrochenen stattfinden.
Für die betreffenden Hülfsstationen sind ferner Leinen, Haken,Boote vorzusehen, in weichen die Verunglückten ans Ufer zu bringensind. Delahaye hat noch einen Apparat zum Herausfischen Ertrun-kener angegeben, welcher einer grossen Angel gleicht, bei welcher einStück Holz als Schwimmer angebracht ist. Der Haken verläuft invier Zinken und soll den Anzug des Verunglückten fassen. Natürlichist das Geräth' nur für bekleidete Menschen zu benutzen, also nicht inBadeanstalten und in solchen Fällen, wo unbekleidete Personen verun-glücken.
Nach Rettung der Verunglückten sind erforderlichen Falls Wieder-belebungsversuche anzustellen, zu welchem Zwecke das Personal derStationen in der Leistung der ersten Hülfe ausgebildet sein muss, wiedies wohl überall an den Seeküsten als auch an Binnenwässern der Fallist. Zu sorgen ist ferner für Gebäude, wo die Verunglückten unterge-bracht werden können, um sie in passender Weise zu lagern, zu erwärmen,zu laben und sonstige Maassnahmen mit ihnen zu treffen. Besondersist für Anzüge, am besten aus Flanell, zu sorgen, da die durchnässteKleidung nicht sofort wieder zu gebrauchen ist. Für einzelne Fälle ist