568 G. Meyer,
wenn eine solche dringend nöthig war, und es waren bereits sehr frühSchriften erschienen, weiche bestimmt waren, Nichtärzten Anleitungenfür solche Fälle zu geben. In diesen Werken war es theilweise im Titelausgedrückt, dass sie zum Unterricht für Laien für Nothfälle, wo keinArzt zu erreichen, dienen sollten. Als Beispiele seien hier erwähnt:
Kurtze BeschreibungEines sehr geschmeidigen
Feld-Apothecklins /Darinnen sieben ausserlese-ne köstliche Artzneyen zufinden / diein Beyseyn aller Herrn Professorum derVniversität Tübingen auffgelegt vndbereittet / auch von Ihnen und andern vor-nehmen Medicis bewehrt er-funden worden.Für Reisende oder solche Personen /die auff den Nothfall weder Doctoresnoch Apothecker in der Näheoder bey der Hand ha ... ..... ben.In Track gegeben und verfertigetDurchFriderich Greiften.Tübingen /Getruckt bei Philibert Brunnen.Im Jahr 1642.
Ziemlich ähnlich ist der genannte Hinweis in folgendem Titel:
Christoph Schorers / Phil, et Med. Do-
ctoris, Fürstl. Würtemb. Mümpelgartisch.
Raths / und Physici Ordinarii dess H. Reichs
Stadt Memmingen /
Bedencken / wie
man sich / nechst Göttlicher
Hülff / vor dem Schlag / oder Gewalt
GOttes / vorsehen und bewah-ren solle.Sampt einem kurzen Be-richt / was im Nothfall / und in Ab-wesenheit eines Medici, bey einer vomSchlag getroffenen Person / zuthun seye.Den Gesundheit-liebenden zu bestengeschrieben; Jetzünder vermehret / undzum Anderen mal gedruckt.In ÜML / bey Balthasar Kühnen /Im Jahr 1662.-