Fürsorge auf dem Gebiete des Krankentransportwesens. 441
portirt werden dürfen, und aus 2 für leichtere Kranke, welche sitzendoder umhergehend verweilen können, ferner aus einem Schleppdampfer,auf welchem Leichtkranke untergebracht werden. Die ßeschreiburig jenerTranportart lautet dann weiter:
„Der grosse Laderaum zwischen Cajüte und Mastbaum dient alseigentlicher Krankenraum für 35 Kranke; der kleinere Raum im vorderenTheil des Fahrzeuges ist durch eine Holzwand in zwei Abtheile ge-schieden, von denen der eine für zwei verwundete Officiere, der anderefür zwei Krankenpfleger, sowie zur Unterbringung von Gegenständen desmedicinisch-chirurgischen und öconomischen Etats eingerichtet ist.
Zu beiden Seiten der Segelducht führen Treppen von der Bordwandin die Räume herab. Zur Abhaltung der von aussen herabströmendenkälteren Luft sind Thüren anzubringen.
Zur Belichtung der Räume sind Fenster, mit stellbaren Scheiben ver-sehen, in die Bordwände eingeschnitten.
Zur Ventilation werden einzelne Belegbretter des Verdecks abgehoben.Vor Regen oder grellem Sonnenlicht schützt ein übergespanntes Sonnensegel.
Ein ähnliches Sonnensegel ist über dem Dach der Kajüte ausge-spannt, theils zur Abhaltung der Sonnenhitze vom Innern, theils zumzeitweisen Aufenthalt darunter für einzelne Kranke.
Die Kajüten zweier Fahrzeuge sind bestimmt für je zwei Kranken-pflegerinnen, Schwestern vom Rothen Kreuz, die der anderen für je einenAssistenzarzt oder einen Rendanten.
Auf dem Dampfer .... werden im vorderen Laderaum 20 bis24 Leichtkranke, welche auf pritschenartigen Gestellen mit Stroh-säcken gelagert sind, untergebracht. Die Ventilation wird durch einenLuftsack bewirkt; ein übergespanntes Zeltdach hält die Sonnenhitze abund dient zugleich, wenn es um die Treppenöffnung enger zusammen-geschlagen wird, zur Abhaltung des kälteren Luftzuges bei ungünstigerWitterung.
In der Kajüte des Dampfers befindet sich die Wohnung des Chef-arztes. . Der Laderaum vor der Kajüte wird durch Holzwände in zweiRäume geschieden, zwischen denen eine Treppe hinabführt. Der eineRaum dient .zur Unterbringung der Waffen, Bekleidungs- und Aus-rüstungsstücke der Kranken, als Kammer, der andere für zwei Ober-lazarethgehülfen und den zu engagirenden Stromlootsen.
Der ganze Zug fasst, da die beiden Fahrzeuge für Leichtkranke je44 bis 46 Mann beherbergen, 220 und mehr Kranke oder Verwundete.
Alle Fahrzeuge führen die weisse Flagge mit dem rothen Kreuz.
Das Einbringen der Schwerverwundeten in die Räume geschiehtmittels der Schiffswinde, nach Aufstellung der Tragbahren bezw. Bett-stellen auf einem Untergestell, oder durch Eintragen über einen Lauf-steg. Die Reihenfolge bestimmt der Chefarzt nach voraus entworfenemPlan. Die aufzuhängenden Tragen kommen zuletzt.
Alles geschieht nach bestimmten Commandos, für welche die Kran-kenträger vorher genau einzuüben sind.