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dadurch trat die Sache in ein neues Stadium, wie aus dem nächstenBrief (Stempel: Berlin, 20. März) hervorgeht:
„Aus den Signaturen des beifolgenden Blattes ersehen Sie, daß dieAngelegenheit des Vorwortes zum 3. Bande Knebels in unser Mi-nisterium übergegangen, und der Minister an der Seite den Vortragdarüber verlangt hat. Ich ersuche Sie dringend, vom 3. BandeKnebels noch nichts zu versenden, und frage Sie höflichst, ob esnicht möglich wäre, noch ein Umdrucken der betreffenden Blätterzu veranstalten, wenn wir Ihnen für die Vorrede allein im. Vorausdie Erlaubniß der preußischen Censur verschaffen?? Es sind Gründevorhanden, weshalb sich hier so bedeutende Männer für diese Vor-rede interessiren, undvielleichtdürfteeslhnenschwe-rer werden, die Recensur für den dritten Band zuerhalten, wenn die Vorrede nicht dabei ist, alsmit meiner Vorrede! Ich ersuche Sie mit wahrer und treu-gemeinter Freundschaft, sich doch ja in dieser Angelegenheit nichtzu übereilen, und auf den Rath Solcher, welche die hiesigen Ver-hältnisse nicht kennen, nichts zu geben. Sollte Hr. Dr. Kühne dieWorte, welche Sie über meine Vorrede von ihm anführen, wirklichgesprochen haben, so könnte er es nur in einem Zustande vö 11 i g e rUrtheilslosigkeit gethan haben, wo er den wahren Sinnmeiner Vorrede nicht verstand, und Sie dürfen Sich nicht durch ihnbestimmen lassen. Glauben Sie mir, ich will nur Ihr Bestes, undich übersende Ihnen das übersandte Blatt auch noch deshalb, weiles Ihnen zeigt, daß ich in keinem übelwollenden Sinne von der Sachean den Herrn Minister berichtet. Was sich daher von jetzt an er-eignen möchte, von meiner Seite dürfen Sie immer nur wohl-wollende Absichten gegen Sie voraussetzen . . . Grüßen Sie übrigensHrn. Dr. Kühne von mir, und halten Sie ihm auf eine milde undfreundschaftliche Weise seine Übereilung, auf Ihren Entschluß zuwirken, vor."
Das einmal geweckte Mißtrauen des Verlegers war aber damit nochnicht beseitigt. Daß gerade Gustav Kühne, Mundts Pylades, hierbeidem Freund entgegenwirkte, mochte diesen am meisten kränken.Auf den nächsten Brief des Verlegers hin brach jetzt Mundt seineBeziehungen zur Firma Reichenbach, mit der er zur selben Zeit auchüber eine Fortsetzung des verbotenen „Literarischen Zodiakus"verhandelte, mit kurzen Worten völlig ab und erklärte am 24. Märzmit anerkennenswerter Mäßigung:
„Ihr an mich gerichtetes Schreiben vom 22. d. wird Ihnen meinFreund, der Herr Geheime Legations-Rath Varnhagen von Ense,beantworten. Der Herr Minister verlangte die Abschrift des bewuß-ten Vorwortes, nicht um es erst daraus kennen zu lernen (denn wennSie den übersandten Brief durchlesen, so war ja eben in diesem auf