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2,1 (1902)
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.

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das Ohr und Auge, den

Fig. 170.

Gummikühler für Rücken undExtremitäten.

dieser Apparate lässt sich eine beliebig lange fortzusetzende, wirksamelocale Abkühlung erreichen. Diese Geräthe des Krankencomforts bildeneinen wesentlichen Fortschritt gegenüber den in früherer Zeit ausschliess-lich für den gedachten Zweck verwendeten kalten Oompressen, welchesich nach kurzer Zeit auf der Haut des Kranken erwärmen und dahereiner häufigen, zeitraubenden und mit mannigfachen Unbequemlich-keiten verbundenen Erneuerung bedürfen. Es sind besondere Leiter-sche Kühlapparate für den Kopf (Kühlkappe),Unterleib, Rücken, Hals etc. construirt wor-den. In neuester Zeit benutzt man häufigauch statt der beschriebenen Zinnröhren-apparate ähnliche und auf demselben Principberuhende Kühlgeräthe, welche ausschliess-lich aus concentrisch angeordneten Gummi-schläuchen bestehen, deren einzelne Win-dungen mit einander verlöthet sind, sodassdie zweckmässige Form des Apparatesdauernd erhalten bleibt. Diese Gummi-kühler gewähren vor den Leiter'sehen Apparaten den wesentlichenVortheil, dass sie erheblich leichter sind und daher den Kranken vielweniger belästigen; jedoch ist die von ihnen ausgehende Kältewirkungeine geringere als die der aus Metallröhren zusammengesetzten Geräthe.Um auch diesen letzten Uebelstand zu beseitigen, hat Gaertn&r vorKurzem Kühlgeräthe aus biegsamem Aluminium-Spiralschlauch angege-ben, Avelche den Vorzug der Leichtigkeit und Annehmlichkeit mit demeiner ausgiebigen Kältewirkung verbindenund daher als sehr empfehlenswerth be-zeichnet werden können (vgl. Zeitschr.f. diätet. u. physikal. Therapie. 1898.pag. 358).

Für die Verwendung des Eises zumZwecke localer Abkühlung kommen zu-nächst die sog. Eisfiaschen aus Metallin Betracht, welche insbesondere für dieKälteanwendung in der Herzgegend be-nutzt werden. Es sind dies oval oderherzförmig gestaltete, platte, flaschenartige

Behältnisse aus Zink, welche mit zerkleinerten Eisstückchen gefüllt undmit einem Korkstopfen verschlossen auf die Herzgegend applicirt werden.Man unterscheidet sog. männliche und weibliche Herzflaschen, deren obereKrümmung sichn entsprechend der verschiedenartigen Form des männlicheund weiblichen Thorax etwas unterscheidet (Fig. 171 u. 172). Diese Geräthewerden gewöhnlich mit mehreren Bändern auf der Herzgegend befestigt,um auch bei Bewegungen des Kranken eine gleichmässige Kältewirkungzu gewährleisten. Ungleich grösserer Verbreitung erfreuen sich indessendie meist aus Gummi oder gummirtem Stoff hergestellten Kühl-Behält-

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Fig. 171.

Fig. 172.

Männliche und weibliche Herz-kühlflasche aus Zink.