Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
136
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136 1 J . Jacobsohn,

Vortlicilc darbietet, sondern auch in hohem Maasse zur Bequem-lichkeit der Kranken beiträgt, wodurch sie zu werthvollon Hilfsmittelndes Krankencomforts werden.

ij) Erwärmung und Abkühlung der Kranken.

Wir haben bereits weiter oben darauf hingewiesen, von wie grosserWichtigkeit es für die Erreichung der Ziele einer geordneten Kranken-pflege ist, dass eingehende Aufmerksamkeit und Sorgfalt auf die Rege-lung des Einflusses von Wärme und Kälte auf den Körper des Krankenverwandt wird. Wir haben auch bereits diejenigen Einrichtungen undtechnischen Hilfsmittel des Krankencomforts genauer betrachtet, welchedazu dienen, die Lufttemperatur der Krankenräume in einer dem Kran-ken dienlichen Weise zu modifleiren (Heiz- und Lüftungsvorrichtungen).Es erübrigt nunmehr noch diejenigen materiellen Hilfsmittel des Kranken-comforts genauer zu betrachten, welche unmittelbar zu dem Zweckeersonnen worden sind, um eine ziemlich schnelle und intensive Erwär-mung oder AbkühlungFig. 136. grösserer oder geringerer

Abschnitte des Körpershervorzurufen. Der

Zweck, der am Kranken-bette mit der intensiverenZufuhr von Wärme oderKälte zu bestimmtenKör-pertheilen des Kranken

verfolgt wird, ist fastTransportable Badewanne für Sehwerkranke. immer ein doppolter; bd

der Erwärmung handeltes sich einmal darum, die darniederliegende Blutcirculation in den be-treffenden Körperpartien zu beleben und anzuregen, sodann aber auchdarum, das subjeetivo Wohlbefinden des Kranken günstig zu beein-flussen, indem man die Unbchaglichkcit und Unannehmlichkeit der ab-normen Kälteempfindung ausschaltet. ' Ganz ähnlich liegen die Verhält-nisse bei der Anwendung der Kälte: Es besteht hier nicht nur dieAbsicht localc Entzündungsvorgänge, abnorme Erhöhungen der Blut-temperatur, gesteigerten Blutafflux nach bestimmten Körpertheilen hinetc. durch die intensivere Kälteeinwirkung zu massigen bezw. zu hemmen.sondern es soll gleichzeitig, häufig auch in erster Linie, der unangenehmenSchmerz- und Hitzeempfindung entgegengewirkt und dadurch das sub-jeetive Befinden des Kranken günstig beeinflusst werden. Um dieerwärmenden Medien, welche ihre Eigenwärme an den Körper desKranken abgeben sollen, in geeigneter Weise auf die Körperoberfiächeeinwirken zu lassen, stehen zwei Wege zu Gebote. Entweder werdendie zu erwärmenden Körpertheile in das betreffende Medium direct ein-gebracht (warme Wasser-, Luft-, Dampf-, Sandbäder), oder es wirdeine gewisse Menge des Wärme zuführenden Mediums in geeignete ße-