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2,1 (1902)
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P. Jacobsolin,

mal nicht erfolgen kann, eignen sich als Uringeräthe die aus schwarzemPatentgummi angefertigten Crinale mit Abführungsschauch (Fig. 97).Diese Behältnisse haben eine trichterförmige Gestalt und werden mittelstmehrerer Bänder und Riemen, die an der oberen Oircumferenz desGummitrichters angenäht sind, am Unterleibe des Kranken nach Arteines Suspensoriums befestigt (vgl. Aerztl. Polytechn. 1890. pag. 205).Von dem tiefsten Punkte des Trichters geht ein Gummischlauch aus,welcher den Urin in ein neben dem Krankenbette befindliches Glasgefässableitet. Derartige Geräthe können längere Zeit hindurch liegen bleiben,jedoch ist darauf zu achten, dass sie öfter einer gründlichen Reinigung

Fig. 97.

Fig. 98.

Fig. 99.

Vorrichtung zum Auffangen

des Harns bei bettlägerigen

Kranken mit unwillkürlicher

(Jrinentleerung.

Vorrichtung zum Auffan-gen des Urins bei umher-gehenden männlichenKranken mit unwillkür-licher Entleerung.

Vorrichtung zum Auf-fangen des Urins beiumhergehenden weib-lichen Kranken mit un-willkürl. Entleerung.

und Desinfection unterworfen werden. Aehnlich construirte Uringeräthesind auch für umhergehende Kranke, die an Harnträufeln oder häufigemUrindrang leiden, in Gebrauch. Dieselben sind mit einem Harnreservoirin Form eines länglichen Beutels versehen, das mittelst einer Schraub-vorrichtimg oder eines Hahns nach Belieben geöffnet oder geschlossenwerden kann und eine grössere Harnmenge aufzunehmen im Stande ist.Das Reservoir ist an dem tiefsten Punkte des Gummitrichters befestigt,besteht gleichfalls aus Gummi und trägt an seinem unteren Ende einenGummischlauch, der gestattet den Inhalt des unter der Oberkleidimgverborgenen Apparats unbemerkt zu entfernen (Fig. 98 u. 99). Um den