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P.Jacobsohn,
Fig. .53.
kuppe des Kranken ausgeschlossen ist (vgl. Deutsche Krankenpfl.-Zeitüng!1898. No. 13. pag. 211). Für die Reinigung der Zehenzwischenräumehat A. Volland einen besonderen kleinen Apparat (Fig. 53) angegeben,welcher einer kleinen Blattsage gleicht und aus einem Handgriff besteht,in welchen ein 4—5 cm breiter und ca. 14 cm langer Streifen einesrauhen, frottirtuchartigen Stoffes eingespannt ist (vgl. Zeitschr. f. Kran-kenpfl. 1895. pag. 178). Auch für die Reinigung der Ohren sind be-sondere Instrumente construirt worden, so ein Ohrenschwammhalter aus
Elfenbein, welcher eine in zwei Bran-chen gespaltene Klammer zum Haltendes Ohrenschwämmchcns darstellt,während das andere Ende zugleichals Ohrenlöffel dient (vgl. Aerztl. Po-lytechnik 1896. pag. 188); die beidenBranchen werden bei Anwendung deskleinen Apparats durch einen vorzu-schiebenden Elfenbeinring aneinanderReinigungsVorrichtung für die Zehen- gedrückt (Fig. 54). Durch die Zu-zwischenräume nach A. Volland. hilfenahme dieser einfachen Vorrich-tungen kann man sich in der Thatdie Reinhaltung der betreffenden Körperstellen wesentlich erleichtern.
AVas das sonstige Zubehör für die mechanische Körperreinigung an-langt, so wären hier zunächst noch einige Bemerkungen über die in derKrankenpflege zu verwendende Seife am Platze. Wie die Erfahrunglehrt, eignet sich für diese Zwecke am allerbesten die halbflüssige Kali-seife, welche nicht nur Fett und Schmutz in ausreichender Weise vonder Hautoberfläche entfernt und die oberen Epidermisschichten lockert,sondern auch sehr bedeutende antiseptische Wirksamkeit besitzt. Oar-bolseifcn sind weniger geeignet, da sie die Haut zu sehr angreifen. In
letzter Zeit ist für die Zwecke
Fig. 54.
der Krankenpflege wiederholt
eine Pflanzenfaser- (Ubrigin-)
Seife empfohlen worden,
welche die mechanische Rei-Ohrensohwammhalter, zugleich Ohrenlöffel. nigung der Haut dadurch er _
leichtern und wirksamer ge-stalten soll, dass in der Seife eine grosse Zahl kleiner, rauher Pflanzen-faser-Partikel verarbeitet sind, welche beim Einseifen der Haut eineerhöhte Reibung hervorrufen. Die zur Körperreinigung verwendete Seifewird am besten in der Weise applicirt, dass sie zunächst auf einemsog. Seiflappen verrieben und mit diesem dann auf die Haut übertragenwird, da das Einseifen der Haut alsdann in gleichmässigerer Weise be-werkstelligt werden kann, und die Reibwirkung des aus rauhem Stoffhergestellten Lappens hinzukommt. Diese Reibwirkung sucht manbesonders dadurch zu erhöhen, dass man das zur Einseifimg verwendeteStück Zeug aus sog. Frottirtuch wählt. Es ist dies ein ziemlich dicker,