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dang der Kranken wohlverwerthbare einfache Verfahren, Lederschulnverkwasserdicht zu machen, indem man dasselbe ca. 1 Stunde lang in dickeSeifenlösung einlegt (Zeitschr. f. Krankenpfl. 1896. pag. 21).
Schliesslich hätten wir noch einige Bemerkungen über die Farbeder für die Kranken bestimmten Oberkleider anzuschliessen. Auch fürdie Oberkleidung der Kranken benutzt man mit Vorliebe hellfarbigeStoffe. Dunkelfarbige Gewänder erscheinen weniger geeignet sowohlwegen der ungünstigen psychischen Einwirkung dunkler, an Trauererinnernder Stoffe, als auch deshalb, weil experimentell nach-gewiesen ist, dass dunkle Kleidungsstoffe Ausdünstungen, üble Gerüche,Krankheitserreger leichter aufnehmen und länger conserviren, als helle(vgl. Zeitschr. f. Krankenpfl. 1896. pag. 92), und helle Stoffe überhauptleichter rein zu halten sind.
Was die Aufbewahrung der von den Kranken mit ins Hospital ge-brachten Kleidungsstücke anlangt, so ist es wichtig, darauf zu achten,dass dieselben niemals längere Zeit in den Krankenräumen selbst ver-bleiben; es ist vielmehr erforderlich, dass für diese Objecto in denHospitälern besondere Aufbewahrungsräume zur Verfügung stehen, inwelchen die Kleidungsstücke in sicherer und übersichtlicher AVeise auf-gehoben werden können. Von Merke sind für diesen Zweck ausser-ordentlich praktische Hospitalkleiderschränke angegeben werden, welcheganz aus Eisenstäben bestehen, durch Gardinen aus waschbarem Stoffenach aussen abgeschlossen werden und jederzeit aufs bequemste desinficirtwerden können. Die Aufbewahrung schmutziger Wäsche darf unterkeinen Umständen in den Krankenräumen selbst stattfinden, sonderndie Krankenwäsche wandert aus den einzelnen Äbtheilungen, um jedeKrankheitsübertragung auszuschliessen, möglichst schnell in die Des-infectionsanstalt. Aus diesem Grunde sind auch die von L. Gerlich(vgl. Zeitschr. f. Krankenpfl. 1894. pag. 305) construirten Auf-bewahrungsschränke für schmutzige Wäsche, bei welchen der in denEinwurfskasten eingelegte Inhalt vermittelst eines jalousieartig verschieb-baren Bodens in besonderen Führungen sofort abwärts gleitet und sichdaher stets unter Verschluss befindet, für Hospitalzwecke nicht ver- jwendbar. Ueber die Art der Desinfection der Wäschestücke und dieEinrichtung der verschiedenen in Frage kommenden Desinfeetionsapparateverweisen wir auf das im Band I. dieses Handbuches von E. Levyund S. Wolf bearbeitete Oapitel: „Fürsorge für ansteckende Kranke",pag. 202.
■/') Reinhaltung der Kranken.
Da die Reinhaltung und Säuberung der kranken Individuen eine Ider wichtigsten Aufgaben einer geordneten Krankenpflege darstellt, und Isich diese Aufgabe, welche sowohl im Hinblick auf das körperliche [Wohlbefinden der Kranken, als auch auf die Gefahr der Krankheits- IÜbertragung grosse Bedeutung beansprucht, nur in zufriedenstellenderWeise durchführen lässt, wenn die gesammte Umgebung der Kranken \