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2,1 (1902)
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.

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Das Gleiche geschieht seit dem Jahre 1896 in den Kinderspitälern Wiens,z. B. im St. Annen-Hospital (vgl. Zeitschr. f. Krankenpfl. 1896. pag. 263).Auch in Deutschland würden derartige Bestrebungen sicherlich Anklangfinden. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die übersendetenPflanzen in zweckmässiger Weise ausgewählt und aufgestellt werden. Esist bekannt, dass stark duftende und leicht welkende Blumen sich für dieKrankenräume nicht eignen, die ersteren, weil sie stark auf das Nerven-system einwirken, die letzteren, weil ihr Welken trübe Gedanken hervor-rufen und die Qualität der Luft beeinträchtigen kann. Am besten bewährensich grüne Blattpflanzen und blütheniose, blätterreiche Schlingpflanzen,welche viel Kohlensäure aus der Luft absorbiren, viel Sauerstoff an die-

Fig. 26.

Blick in den Kinderkrankensaal eines modernen amerikanischen Hospitals(Bridgeport, Connecticut).

selbe abgeben und, wenn sie feucht gehalten werden, in Folge Verdunstungdes Wassers von ihrer Oberfläche der umgebenden Luft einen erfrischenden,belebenden Geruch verleihen. Abgeschnittene Blumen müssen stets infrischem Wasser stehen und schnell erneuert werden; künstliche Blumen,auf denen der Staub der Werkstätten lagert, sind ganz zu vermeiden (vgl.Zeitschr. f. Krankenpfl. 1897. pag. 197). Es empfiehlt sich in den Kranken-räumen in ersterLinieTopfpflanzen aufzustellen, da diese nicht leicht welken,und sie auf einem geeigneten einfachen eisernen Blumentisch (Fig. 23),ohne Verzierungen, in der Mitte des Saales oder in der Fähe des Fensterszu placiren. Zweckmässig kann man mit einem solchen Blumentisch einekleine Zimmerfontaine verbinden, welche einen Sprühregen feinster Wasser-tröpfchen in der Luft verbreitet und hierdurch dieselbe abkühlt und er-frischend macht. Jedoch ist darauf zu achten, dass die Versprühungdes Wassers möglichst geräuschlos erfolgt. Eine ähnliche Wirkung haben