Druckschrift 
2,1 (1902)
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P. Jacobsohn,

Piff. 11.

harkeit Rücksicht zu nehmen. Hieraus ergiebt sich, dass nur solcheBettböden in die horizontalen Eisenrahmen des Bettgestells eingesetztwerden dürfen, welche diesen beiden Anforderungen, welche vom Stand-punkt einer vernunftsgemässen Krankenpflege zu stellen sind, genügen.Wenn auch die Kranken nicht unmittelbar auf dem Bettbodenliegen, sondern von demselben durch die eigentliche gepolsterte Bett-matratze getrennt sind, so hängt doch die hinreichende Weichheit undNachgiebigkeit des Lagers sehr wesentlich von der Elasticität des Bett-bodens ab. Der Bettboden muss die Eigenschaft besitzen, bei Einwirkungcircumscripten Druckes an einer bestimmten Stelle nachzugeben, beimAufhören dieses Druckes jedoch in seiner ganzen Ausdehnung die gleicheelastische Spannung wiederzugewinnen und dauernd beizubehalten wiezuvor; er muss im Stande sein, den local ausgeübten Druck oder Zugnach allen Seiten hin gleicbmässig zu vertheilen und dadurch den vonihm ausgeübten Gegendrück gegen den Körper des Kranken zu mildern.

Die beste Polstermatratze vermag nicht demKranken ein zweckentsprechendes Lager zuschaffen, wenn der Bettboden, auf dem sie ruht,die genannten Eigenschaften nicht besitzt. Esist hierbei besonders zu bedenken, dass einKranker gegen Unbequemlichkeiten, wie sie durchein unzweckmässiges Lager bedingt sind, umvieles empfindlicher ist als ein Gesunder, der durchhäufigen activen Lagewechsel eher im Standeist, Abhilfe zu schaffen und nicht gezwungenist, eine grössere oder geringere Anzahl vonTagen und Nächten hinter einander dauernd dasBett zu hüten- Harte und unnachgiebige Bett-böden, wie man sie früher verwendete, sind daherganz auszuschliessen, also insbesondere solcheaus Holz oder Eisenplatten; auch die aus kreuzweis zu quadratischenFeldern geflochtenen Bettböden aus starken Leinwandgurten oder Band-eisen haben keine genügende Elasticität. Das Gleiche gilt von dem inden Privathäusern für die Lagerstätten der Gesunden nach vielfach ver-wendeten aus vertical gestellten sogenannten Sprungfedern gebildetenBettböden, welche ihre Elasticität stellenweise durch dauerndes Zu-sammengedrücktbleibcn einzelner Sprungfedern leicht verlieren. Bei denSprungfederböden kommt es ferner leicht zu einer Durchbohrung derLeinwandgurte, zwischen welche die einzelnen Sprungfedern eingesetztsind. Ferner hat sich gezeigt, dass bei der Verwendung von Leinwand-gurten, ebenso wie bei der Verwendung von Holz die Desinfections-fähigkeit der Bettböden, sowie die Fernhaltung von Ungeziefer erschwertwird. Man verwendet daher in den Hospitälern heutzutage mit Vor-liebe solche Bettböden, welche ein einheitliches, horizontal gespanntes,elastisches Metallnetz darstellen, mit welchem das Lumen des horizontal-liegenden eisernen Bettrahmens besponnen wird. Man bedient sich zur

Elastischer Bettboden, aus

Spiraldraht gellochten

(schematisch).