Fürsorge auf dein Gebiete des Krankencomforts. 39
angeordnet an zwei gegenüberliegenden Seiten des Kranken räum es. Dieam Kopfende befindlichen Querseiten der Krankenbetten liegen durch-gehends der Wand an, so dass die Fussenden der Krankenbetten nachder Mitte des Saales hin gerichtet und die Betten von drei Seiten ausgut zugänglich sind, eine Forderung, die im Interesse der ärztlichenUntersuchung und der bequemen Ausführung von Handreichungen derKrankenwartung unbedingt erfüllt sein muss. Die einzelnen Bettenmüssen einen genügend grossen Zwischenraum zwischen sich lassen,damit Arzt und Krankenpersonal sich bei ihren Maassnahmen am Kran-kenbett ungehindert bewegen können.
An der Seite eines jeden Krankenbettes empfiehlt es sich in Räumen,iu welchen kein Linoleum liegt, eine wollene glatte Fussbodendeckc zuplaciren, welche leicht desinficirt werden kann, um Erkältungen derKranken beim Verlassen des Bettes zu verhüten. Auf der rechten Seitejedes Bettes am Kopfende findet ein Nachttisch seinen Platz. An derder Wand zugekehrten Seite eines jeden Krankenbettes wird in der Mitteeine verticale Eisenstange angebracht, welche an ihrem oberen Ende eineschwarze Holztafel trägt, die sogenannte Betttafel, auf welcher der Namedes Kranken mit Kreide vermerkt wird.
Die Krankenbetten selbst werden, wie heutzutage die meistengrösseren Geräthschaften des Krankencomforts, ausschliesslich aus Eisenhergestellt, welches einen Anstrich von Emailfarbe erhält. Sie habengewöhnlich eine Länge von ca. 2 m, um ein bequemes Ausstrecken desKörpers selbst bei grossen Kranken zu ermöglichen. Die Breite deshorizontalen Bettrahmens wählt, man zu 85—90 cm. Es ist von grosserWichtigkeit, dass die Krankenbetten weder zu breit noch zu schmalsind. Aus zu schmalen Krankenbetten können Schwerkranke, insbeson-dere solche, deren Sensorium benommen ist, leicht herausfallen, auchbieten sie keinen genügenden Raum für die sachgemässe Unterbringungvon Apparaten oder Geräthschaften des Krankencomforts, welche häufigbei der Pflege der Kranken im oder am Krankenbette zur Aufstellunggelangen. Andererseits dürfen die Krankenbetten die Breite von 1 mnicht überschreiten, da sonst sowohl die ärztliche Untersuchung wie dieAusführung von Vornahmen der Krankenbehandlung und Kranken-pflege sehr unbeemem und beschwerlich sein würde. Aehnliche Er-wägungen machen sich geltend für die Bestimmung der geeignetenHöhe des horizontalen Bettrahmens über dem Fussboden. Man wähltdiese Distanz jetzt allgemein zu 60—70 cm. Liegt der Bettrahmenzu hoch, so wird dadurch das richtige Lagern des Kranken, ferner dieAnlegung von Verbänden etc. für die Krankenwartung erschwert,und ebenso auch das Verlassen des Bettes seitens des Kranken. Liegtder Bettrahmen hingegen zu niedrig, so ' muss sich Arzt und Pflege-personal bei der Hilfeleistang am Krankenbette zu sehr herabbeugen,Avas insbesondere, wenn es sich um länger dauernde Verrichtungen han-delt, überaus anstrengend und unerträglich werden kann. Auch wirddie Reinigung des Fussbodens unterhalb der Krankenbetten durch eine