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1 (1899)
Entstehung
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874
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874 Cnrschmann und Eggebrecht,

Die Frage, ob die Wäscherei in dem Krankenhause selbst betrieben,oder ob die Wäsche zur Reinigung nach einer Wäscherei ausserhalb desHauses gegeben werden soll, ist fast durchweg zu Gunsten der ersterenArt beantwortet worden. Die Gewähr einer gründlichen Reinigung undDesinfection, ferner einer schonenden Behandlung, endlich auch einermöglichst geringen Gefährdung der bei der Wäschebeförderung und-reinigung Angestellten ist jedenfalls im Krankenhaus am meisten ge-geben. Gerade dieser letzte Punkt ist von ausschlaggebender Bedeutung.Auch ist der Wäschebetrieb in eigener Verwaltung für das Krankenhausentschieden billiger als die anderen Arten. Zwar die Kosten sind rechthoch. Die Apparate, die Herstellung der Räume, die Anstellung desPersonals, sein Lohn und Unterhalt, ferner die Reinigungsmittel (Seife,Soda, Wasser, Desinficientien) machen zusammen einen ganz bedeu-tenden Posten im Haushalt aus.

Wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir folgende Durchschnittszahlenfür die Benutzungsdauer der reinen Wäsche geben. Sie sind durch dieZusammenstellung der Zahlen aus verschiedenen Jahresberichten vonKrankenhäusern gewonnen.

Es werden gewechselt:

1. Die Hemden im Durchschnitt jeden 3,5.—4. Tag

2. „ Bettlaken „

3. „ Kopfkissenbezüge „

4. „ Zudeckbezüge „Die Erfahrung hat gelehrt, dass die Wäsche sehr viel mehr ab-genutzt wird, wenn viel Schwerkranke zu verpflegen sind, als wenn essich um Leichtkranke und ausser Bett befindliche Kranke handelt. Esist das ja nicht auffallend, da im ersteren Falle von den Bettlägerigenmehr Wäsche beschmutzt wird, und so die Reinigung öfter nothwendigwird. Dadurch wird auch gerade der Posten im Wäschereibetrieb ver-mehrt, der die gesammten Wäschereikosten besonders erhöht, die Bett-wäsche.

Was den nothwendigen Wäschebestand in einem Krankenhause be-trifft, so rechnet man für jedes Bett 5 Garnituren, von denen 2 sichauf der Station, 1 in der Wäscherei und 2 im Wäschemagazin befinden.Jedenfalls wird man mit diesen Mengen auskommen, wenn nicht gar zuviel Verschwendung beim Verbrauch getrieben wird. Dabei ist allerdingsauch nur ein 24 stündiger Aufenthalt des Wäschestückes in der Wäschereibis zur Wiederausgabc berechnet. Bei der Wäsche der Infectionsabthei-lungen und bei stark blutiger Wäsche rechnet man wegen längeren Ver-weilens in der Vorspülung — mit Lauge — ungefähr 36 Stunden vonder Ablieferung bis zur Ausgabe eines Stückes.

Zweckmässiger Weise bringt man Wäscheeinrichtung (Personal,Leistungsfähigkeit der Apparate, Wasser u. s. w.) und Wäscheverbrauch(Wäschewechsel, Wäscheausgabe) in eine rechnerisch festzustellende Be-ziehung zu einander. Die Leistungsfähigkeit der Waschküche muss soausreichend sein, dass eine bestimmte, pro Tag und Kopfanzahl berech-

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