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andere Pflegerinnen beseitigen. Sic ist auch zur Aufrechterhaltung derDisciplin äusserst verwendbar, kann nächtliche Controlgänge bei denwachthabenden Pflegepersonen vornehmen. Sie kann endlich der Ver-waltung bei der Verwendung der Pflegerinnen, bei Beförderungen undBelohnungen u. s. w. durch nicht unwichtige Aufklärungen sich verdientmachen. So wird sie zu einer wichtigen Mittelsperson zwischen Pfleger-schaft und Verwaltung.
Was die nothwendige Zahl der Pflegerinnen anlangt, so wird beiuns in Deutschland im Durchschnitt wohl auf 10 Betten eine Pflegeringerechnet, auf eine Durchschnittsstation von 26—30 Kranken also etwa3 Pflegerinnen. Gegenüber diesem bei uns nicht selten noch viel un-günstigeren Zahlenverhältniss mag man sich vergleichsweise erinnern,dass in England und Amerika schon für 5 Kranke und weniger einePflegerin angestellt wird.
Verwaltung und Apotheke.
Was die Arzneibeschaffung und -lieferung in Krankenhäusern betrifft,so hat sich als bei weitem am zweckmässigsten, wenigstens in einiger-maassen grösseren Krankenhäusern, die Errichtung einer allen gesetzlichenAnsprüchen gewachseneu Apotheke im Hause selbst erwiesen. Auch istdie Anstellung eines eigenen fest angestellten Krankenhausapothekersanzustreben, der eine Dienstwohnung im Krankenhause selbst erhaltensollte.
In kleineren Krankenhäusern hat man sich durch die Anstellungvon geprüften weiblichen oder männlichen Gehilfen und durch Einrich-tung von Dispensiranstalten zu helfen gesucht. Die stark wirkendenArzneien werden meist auch unter diesen Verhältnissen von einem appro-birten Apotheker bezogen. Als eine dritte Möglichkeit ist die Uebergabeder Apothekenarbeiten an einen ausserhalb des Krankenhauses wohnen-den und thätigen Apotheker anzusehen, entweder an einen bestimmtenApotheker des Ortes ein für alle mal oder auch mit der Bestimmung,dass die Uebernahme der Krankenhausapotheke in jährlichem Wechselregelmässig unter den Apothekern des Ortes umgeht. Dies letzt ge-nannte System ist gänzlich zu verwerfen; die Versuchung, nicht zumgrössten Vortheil des Krankenhauses zu arbeiten, und die Gefahr einerKräftezersplitterung ist zu gross.
In einigermaassen grösseren Krankenhäusern wachsen die Aufgabender Apotheke beträchtlich. Neben den eigentlich pharmaceutischen Ar-beiten, den Aufgaben bei der Instandhaltung eines umfänglicheren Apo-thekenbetriebes (Einkäufe im Grossen von Drogen, Arzneien, Glaswaaren,Chemiealien) liegt dem Apotheker ob, die bei der Krankenunter-suchung nothwendigen Reagentien einzukaufen und zu prüfen, an Sta-tionen und'Laboratorien zu vertheilen: dabei überall den Anforderungender schnell fortschreitenden Wissenschaft gegenüber sich gerüstet zuhalten.