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1 (1899)
Entstehung
Seite
833
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Allgemeine Krankenhäuser; Statistik. 833

wenigsten im Herzogthum Sachsen-Altenburg für die Unterkunft vonKranken in allgemeinen Krankenhäusern gesorgt.

Von den 914175 Kranken, welche durchschnittlich während einesjeden der Jahre 1892 bis 1894 in den allgemeinen Krankenhäusern desReiches verpflegt worden sind, entfielen im Jahresmittel 179305, d. i.kaum 20 von je 100 auf Privatanstalten, letztere nehmen also hinsicht-lich der Fürsorge für erkrankte Personen im Deutschen Reiche eine nuruntergeordnete Stelle ein.

2. Alter und Geschlecht der verpflegten Kranken.

Dem Geschlcchte nach waren von 'je 1000 in dem bezeichnetenTriennium Verpflegten etwa 632 männlichen und 368 weiblichen Ge-schlechts. Das Verhältniss war selbstverständlich nicht in jedem Staatedas gleiche, indessen sind die Abweichungen nicht von erheblicher Be-deutung. . Hervorgehoben sei, dass in Mecklenburg-Schwerin und Meck-ienburg-Strelitz, sowie in Pommern, Posen, Hannover, die männlichenPersonen mehr als anderwärts überwiegen, dass andrerseits in Waldeck(1893) mehr weibliche als männliche Personen verpflegt worden sind. Ueberdas Lebensalter der verpflegten Kranken liegen leider nur vereinzelteAusweise vor, da bei den von Reiches wegen stattfindenden Erhebungeneine Sonderung der Kranken nach Altersklassen vorläufig nicht stattfindet.Von je 1000 in den Heilanstalten Preussens während des Jahres1894 behandelten Kranken entfielen auf die Altersklassebis zu einem Jahre . . 10, von 1 bis 5 Jahren . 38,

über 5 bis 15 Jahren . 91, über 15 20 ., . 156,

20 30 . 263, 30 40 . 156',

40 60 . 209, 60 Jahren ... 77,

und in den zwölf grossen Berliner Krankäusern, denen neuerdings iniedem Jahre mehr als 50000 Kranke zugehen, standen nach einem, be-sonderen Ausweise sogar 80,6 pCt. aller in zwei Berichtsjahren aufge-nommenen Kranken im Alter von 15 bis 60 Lebensjahren. Auf letztereAltersklasse, in weicher die Aussichten auf Genesung unter sonst gleichenUmständen zweifellos weit günstiger als bei jüngeren und älteren Personensind, dürften daher, wenn man die für Preussen gegebenen Ziffern ver-allgemeinert, in den allgemeinen Krankenhäusern des Deutschen Reiches3 / 4 bis 4 /s a U er Kranken entfallen.

3. Sterbeziffer der Kranken.

Je mehr Kinder der ersten Lebensjahre und je mehr hochbetagtePersonen in den Heilanstalten eines Bezirks Aufnahme gefunden haben,um so höher wird naturgemäss die Sterbeziffer der Verpflegten, d. h.das Verhältniss der Gestorbenen zu den sonst in Abgang gekommenenKranken sein. Aus den allgemeinen Sterbeziffern der Verpflegten darfman daher ohne Kenntniss der Altersverhältnisse der Kranken niemalsSchlüsse auf die Salubritätsverhältnisse der Krankenhäuser ziehen. Nach-stehend sollen trotzdem die auf je 100 der abgelaufenen Krankheitsfälle