Allgemeine Krankenhäuser; Bauteclinik. 809
systcra) freistehend aus Fayence oder Porzellan, ohne alle Verkleidungsein, da nur diese eine gute und leichte Reinhaltung des Aborts ge-statten.
£) Die Wärterzimmer.
Von manchen Aerztcn werden besondere Wärterzimmer bei denKranken-Abtheilungen nicht für erforderlich gehalten, da die Wärter sichhier nur im Dienst aufhalten, sonst aber der besseren Ruhe und Er-holung wegen von den Kranken ab theilungen entfernt, oder in beson-deren Gebäuden wohnen sollen. In solchem "Falle würden die Abthei-lungs -Wärter während der Nacht ausschliesslich auf ein Bett imKrankensaal, wenn auch vielleicht in einem abgetrennten Theil desselben,angewiesen sein, was kaum billig erscheint. Da ausserdem in denKranken-Abtheilungen stets Hilfswärter zur Hand sein müssen, um dieAbtheilungswärter in Nothfällen sofort zu unterstützen, so wird hiernicht gut auf einen Raum für die Unterkunft eines oder mehrerer Wärterwährend der Nachtzeit verzichtet werden können.
Für einen Wärter genügt ein Raum von etwa 10—12 qm Grund-fläche, die aber entsprechend zu vergrössern ist, falls etwa noch Schränkefür reine Wäsche, Verbandzeug und Arzneien untergebracht werdensollen.
Es empfiehlt sich nicht, das Wärterzimmer unmittelbar mit demKrankensaal durch eine Thür oder ein Fenster in Verbindung zu bringen,,da die AVärter hierdurch leicht veranlasst werden, zum Nachtheil desDienstes im Krankensaal sich allzu häufig in ihrem Zimmer aufzuhaltenund sich von hier aus mit der Beobachtung der Kranken zu begnügen.
Das Wärterzimmer wird baulich im Allgemeinen ebenso wie dieEinzelzimmer auszugestalten sein.
tf) Die Spül- und Theeküche.
Zum Aufbewahren und Reinigen des Ess- und Trinkgeschirrs, des-gleichen zum Wärmen, Anrichten und Vertheilen der Speisen aus derallgemeinen Kochküche, ferner zum Bereiten von Thee und sonstigenwarmen Getränken, sowie von Breiumschlägen, zur Aufbewahrung vonVorräthen, Speisen, Milch und Arzneien müssen in einer Kranken-Abtheilung ein oder mehrere Räume mit entsprechenden Einrichtungenvorgesehen werden, falls es nicht aus besonderen Gründen zweckmässigund angängig erscheint, alle die genannten Zwecke von der allgemeinenKüche aus zu besorgen, wie dies in kleineren Krankenhäusern rechtwohl geschehen kann.
Die Thee- und Spülküche werden im Interesse eines einfacheren,übersichtlicheren Betriebes und einer leichteren Controlle desselben ambesten in einem Raum vereinigt, der leicht zugänglich sein muss undzur leichteren Reinhaltung in seinen Abmessungen auf das notwendigsteMäass beschränkt werden kann.
Der Fussboden muss massiv mit einem Belag von Terrazzo oder
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