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Brennecke,
Dank Ministerialverfügung im Jahre 1889 daran anschliessende gutacht-liche Erörterung dieser Frage in allen Aerztekammern und Medicinal-collegien des Königreichs Preussen. Und wenn sich auch damals nurdie kleinere Hälfte der Aerztekammern dem Gedanken der Wöchnerinnen-asyle zustimmend äusserte, so war es doch ein wesentlicher Gewinndieser Verhandlungen, dass die Aufmerksamkeit der Aerzte und Behördenwieder einmal nachdrücklichst auf die Missstände des Hebammenwesensund die hygienischen Nothstände in den Wochenstuben der Armen ge-lenkt wurde. Als eine directe Frucht jener Verhandlungen darf nichtnur eine ganze Reihe sich seit 1888 neu auftauender Wöchnerinnenasyle,sondern dürfen auch viele der seit jener Zeit rege gewordenen hygieni-schen Bestrebungen auf dem Gebiete der Hauspflege armer Wöchne-rinnen bezeichnet werden. So wuchs allmählich das Interesse für Wöch-nerinnenasyle und für eine geordnete Wöchnerinnenpflege derart, dassim Jahre 1896 der Deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflegeund in den Jahren 1896 und 97 der Deutsche Verein für Armenpflegeund Wohlthätigkeit es an der Zeit hielten, sich eingehender mit jenenFragen zu befassen. Damit sind diese Fragen und hygienischen For-derungen vor das Forum der Kreis- und Gommunalverwaltungen getretenund harren einer thatkräftigen Förderung seitens derselben. Was bishererreicht wurde, mag die nachstehende Zusammenstellung der mirbekannt gewordenen Wöchnerinnenasyle Deutschlands zeigen:
Zahl
<5J
Gegründet:
Zahl
der Ge-
Name
g
Ort.
der
burten
des ärztlichen
3
Betten.
im Jahre
Directors.
iz;
imJahre
aus
den Mitteln
1896.
1.
Aachen
1S30
eines Frauenvereins
22
365
Beaucamp.
2.
Düsseldorf
188-2
« »
16
194
Hucklenbroich.
3.
Mannheim
1887
)) «
26
285
Mermann.
4.
Magdeburg
1888
« »
8
118
Brennecke.
5.
Koeln
1S89
55 55
21
390
Ernst.
6.
Elberfeld
1890
der Stadt
14
161
Rühle.
7.
Bremen
1890
eines Prauenvereins
20
343
liulenkampff.
8.
Müneh.-Gladbeh.
1892
55 55
6
49
Schrev.
9.
Karlsruhe
1892
55 55
12
140
Benckiser.
10.
Dortmund
1894
der Stadt (Duden-
Stiftung)
18
147
Clemens.
11.
Ludwigsh. a. Rh.
1894
der Badischen Ani-
linfabrik
8
83
Westhoveu.
12.
Baden-Baden
1895
eines Frauenvereins
5
28
Oeffinger undBaumgaertner.
13.
Barmen
1895
des Vaterländisch.
Frauenvereins
9
156
Hueter.
14.
Wiesbaden
1896
aus Privatmitteln
9
?
Wehmer.
15.
Berlin
1897
eines Frauenvereins
25
270
A. Martin.
16.
Bromberg
1898
eines Frauenvereins
?
Queissner.
17.
Nürnberg
1898
desVereins „Frauen-wohl"
V
Simon.