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Krankheiten abgesehen, ist die ärztliche Thätigkeit bei vielen Fällen vonfunctioneller Neurose: Hypochondrie, schwerer Neurasthenie und Hysteriethatsächlich undankbarer.
Ueber die Ergebnisse der Behandlung in Anstalten mögen diefolgenden Zahlen Anhalt geben. Sie umfassen die in den Jahren1881—1897 aus der Anstalt in Stetten entlassenen Kranken. Die Mit-theilung über die Jahre 1889—1897 verdanke ich Herrn Dr. Haber-maas in Stetten. In dem genannten Zeitraum wurden aufgenommen554 Epileptische. Ausgetreten sind 447.
Von den 447 Ausgetretenen wurden entlassen als
genesen.......47 = 9,8 pOt.
gebessert . . . . . . 185 = 38,7 „
ungebessert.....131 = 27,7 „
Es sind gestorben . . . 114 = 23,8 „Auf die Eingetretenen berechnet ergeben sich folgende Zahlen.Es wurden entlassen als
genesen.......47 = 8,5 pOt.
gebessert . . . . . . 185 = 33,5 „
ungebessert.....131 = 23,5 „
Es sind gestorben . . . 114 = 20,5 „Es sindin d.Anstalt geblicb. 77 = 14,0 „Als genesen sind die Fälle bezeichnet, in denen 1 Jahr lang, nach-dem die Arzneibehandlung mindestens, ] / 2 Jahr lang ausgesetzt wordenwar, jede Spur epileptischer Erscheinungen verschwunden ist. Ich bemerkenoch, dass unter den als gebessert entlassenen sich auch ca. 20 pCt.sehr gebesserte befinden, d. h. solche Kranke, bei denen unter an-dauernder Arzneibehandlung, die Anfälle 1 Jahr lang ausgeblieben sind.Aehnliche Zahlen werden auch von anderer Seite berichtet. Lahrnimmt 6 pCt. Heilungen an, nach dem Bericht vom Jahr 1895 wurdenin Hochweitzschen 7,6 pCt. als geheilt entlassen.
In mehr als 50 pOt. ist eine entschiedene Besserung erzielt worden.Diese Erfolge dürften hinter dem, was in Irrenanstalten erreicht wird,nicht zu weit zurückstehen.
7. Die Behandlung der Epilepsie und die Fürsorge für Epileptische.
Die Prophylaxe der Epilepsie.
Da wir weder über das Wesen noch über die wahren Ursachen derEpilepsie etwas sicheres wissen, so kann von einer eigentlichen Prophy-laxis nicht die Rede sein.
Das beste Mittel wäre es, zu verhindern, dass ConstitutionenNervenleidende, Trinker und moralisch verkommene Menschen sich fort-pflanzen. Das ist aber nicht möglich.
In weiten Kreisen gilt das Heirathen als Heilmittel bei der Fall-sucht; das ist nicht wahr. Noch nie ist ein Epileptiker durch das