Druckschrift 
1 (1899)
Entstehung
Seite
410
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410 Lewald,

enthält zwei durch eine vertieale Scheidewand getrennte Abtheilungenmit besonderen Treppenhäusern. In jeder Abtheilung sind 20 Kranke,dazu je ein Isolirzimmer, Waschzimmer, Badezimmer, Oloset und Ge-rätheraum. Der Schlafraum enthält 25 cbm, der Tageraum 15 cbmRaum pro Kopf; die Fenster sind vergittert.

Die Abtheilung für Epileptiker hat dieselbe Einrichtung wie die fürHalbruhige, doch ist jede Abtheilung nur für 15 Kranke bestimmt; derGarten ist ummauert.

Die Abtheilung für Sieche ist ein einstöckiges Gebäude; es enthält4 grosse Schlafsäle zu je 10 Betten mit 30 cbm Kaum pro Kopf; einTageraum für 15 ausser Bett befindliche zu 15 cbm Raum pro Kopf.An jeder Giebelseite befinden sich 2, durch Lüftungscorridor ab-getrennte Isolirzimmer, ausserdem ein Wasch- und Badezimmer, Ge-vätheraum und Oloset. Im Keller befindet sich ein Cementbottig zurReinigung verunreinigter Wäsche. Die Fenster sind nicht vergittert.

In der Abtheilung für Unruhige liegen im Erdgeschoss Tageraumund Saal zur ßettbehandlung, eine Treppe hoch: Schlafzimmer für17 Kranke und Waschraum, im Erdgeschoss ausserdem an den Giebel-sciten je 6 Isolirräume mit 59 cbm Luftraum, durch einen Schall-corridor abgetrennt, ferner Badezimmer, Closet und Gerätheraum; dieFenster sind vergittert.

Die Lazareth-Baracke für ansteckende Krankheiten enthält einenSaal für 10 Betten und 2 besondere Krankenzimmer, Bade- und Wasch-zimmer, Oloset und Gerätheraum, Firstventilation, Fussbodenheizung,Gypsestrich mit Linoleumbelag und von der Südseite eine offene Veranda.Die Fenster sind vergittert.

Die offene Anstalt besteht aus je drei gleich grossen Häusern fürje 3334 Kranke, im Schlafraum mit 25, im Tageraum mit 15 cbmpro Kopf; im Erdgeschoss befinden sich die Tageräume, eine Treppehoch Schlafräume und Waschraum; im Erdgeschoss ausserdem ein Isolir-zimmer, Oloset, Kleiderkammer und Gerätheraum; die Gebäude habenOfenheizung. Die Fussböden sind aus kiefernen Dielen, die Fenster nichtvergittert und ohne Dorn verschluss; die Thüren werden nur des Nachtsverschlossen. Vor jedem Hause befindet sich eine grosse offene gedeckteVeranda. Die Bäder für die Insassen dieser Häuser befinden sich imWirtschaftsgebäude und bestehen theils in Wannen-, theils in Brause-Bädern.

Ausserdem sind vorhanden ein Verwaltungsgebäude, ein Wirtschafts-gebäude, ein Leichenhaus, eine Kirche, ein Eiskeller, eine Kegelbahn,ein Gärtner- und Pförtnerhaus, Wohnhäuser für den Direktor und denIL und III. Arzt, eine Schmiede und Brückenwaage, ein Spritzenhaus undein Brunnenhaus mit Elektromotorbetrieb.

Die Ventilation ist in der geschlossenen Anstalt eine doppelte undzwar zunächst ein Ventilationsschacht in jedem Zimmer, für Sommer-bezw. Winterventilation; eine zweite Ventilation ist mit der Central-heizung verbunden, durch welche vorgewärmte frische Luft den Räumen