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Wirksamkeit des Vaterländischen Prauenvereins in sehr bedeutender Weise zu steigern.Eine der wichtigsten Obliegenheiten der Verbandsvorstände ist, auch die Kriegsbe-reitschafts-Arbeiten ihrer Zweigvereine zu leiten und zwar in engster Fühlung mitden übrigen Organen der freiwilligen Kriegskrankenpflege. Von den Verbandsvor-ständen hat bei den bezüglichen Arbeiten auch im verflossenen Jahre, wie schon bis-her stets, der zu Cassel eine besonders umfassende und wirksame Thätigkeit entfaltet.Derselbe hat eine Neuaufstellung des Kriegsbereitschaftsplanes seiner sämmtlichenZweigvereine bewirkt. Hierüber ist zum ersten Male ein gemeinsamer Plan derMänner- und Frauenvereine des Bezirks aufgestellt worden. Es ist dies der sachge-mässe Abschluss des schon lange erstrebten, aber nur allmälig und schrittweise er-reichten Zusammenarbeitens beider Vereine. Erfreulich ist die zunehmende Förderungderjenigen Einrichtungen, die sowohl Kriegs- wie Friedenszwecken dienen. Die Ver-eine gewöhnen sich, bei Erwerb oder Erbauung von Gehäuden auf die event. Ver-wendbarkeit als Lazareth Rücksicht zu nehmen. Der Ilauptverein macht regelmässigseine Beihilfen hiervon abhängig. Es werden Pflegerinnen in Krankenhäusern ausge-bildet; es gewinnen insbesondere die Unterrichtskurse zur Ausbildung freiwilligerPflegerinnen und Helferinnen immer breiteren Raum und Eingang auch da, wo siefrüher unerreichbar schienen. Immer häufiger schliessen sich an die theoretischenKurse auch praktische in Krankenhäusern und Lazarethen; immer mehr werden da-durch auch die Aerzte in das Interesse des Vereins gezogen. Das ist für einen Vorein,dessen eigentlicher Mittelpunkt die Kriegs- und Friedenskrankenpllege ist, von grössterWichtigkeit, zumal im Hinblick auf die erhöhten Aufgaben, die unserer Zeit fürKrankenpflege und Krankheitsverhütung gestellt sind. Es ist deshalb dringend zuwünschen, dass jene Kurse auch weiter auf die Gesundheitspflege, auf Vermeidungvon Ansteckung und namentlich auch auf Bekämpfung der Tuberkulose ausgedehntwerden."
„Die übrigen, überaus verschiedenartigen Friedensarbeiten der Vereine sind auchim Wesentlichen in derselben Art wie bisher fortgeführt worden. Doch hat eineReihe von Vereinen ihre Thätigkeit erweitern können, andere haben Grundstücke er-worben oder Neu- oder Erweiterungsbauten für ihre Anstalten ausgeführt. Nach derSchlusszusammenstellung besitzen 46 Vereine Krankenpflegeinstitute oder Kranken-häuser, 242 Vereine Gemeindepflege durch Schwestern, 24 Vereine Siechenanstalten,Asyle, Mägdeherbergen, 118 Vereine Volksküchen, Suppenanstalten, Kalfeestuben,129 Vereine Handarbeits- oder Hauswirthschaftsunterricht, 33 Vereine Waisen- undErziehungsänztalten, 181 Vereine Kinderbewahranstalten und Krippen. Fast sämmt-liche Ziffern enthalten einen Zuwachs gegen das Vorjahr; derselbe beträgt bei derGemeindepflege durch Schwestern 19 Vereine. Im Dienst des Vaterländischen Frauen-vereins sind 1010 Kranken- und 376 andere Pflegerinnen, zusammen 1386, = 110mehr gegen das Vorjahr, beinahe 400 (389) mehr gegen die erste, vor vier Jahrenveröffentlichte Tabelle. Von jenen Pflegerinnen sind etwa (170) 1 f a solche ohneMutterhaus, die anderen zu gleichen Hälften llothe Kreuz-Schwestern (606) und geist-liche Schwestern (610) (evangelische Diakonissinnen und katholische Ordens-schwestern). Die Schwestern vom Rothen Kreuz sind fast ausschliesslich Kranken-pflegerinnen und überwiegen bei diesen erheblich über die geistlichen Schwestern.
Die Gesammteinnahme der Zweig- und Hilfsvsereine, der Verbände und desHauptvereins hat im Jahre 1896, ausschliesslich des Bestandes vom Vorjahre,1,842,851 Mk. betragen. Beide Ziffern bleiben hinter denen von 1895 um ein ge-ringes zurück. Um etwa 1 / i Million grösser aber als 1895 ist der am Schluss desJahres 1896 verbliebene Gesammtkapitalsbestand von 4,173,356 Mk. Hierzu kommtder Werth der im Besitze der Vereine befindlichen Grundstücke, Anstalten und In-ventar, nach Abzug der darauf haftenden Schulden mit 3,737,884 Mk., gleichfalls