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Die Wallfahrt zu Kevelaer : nebst Anh., enth.: Reihenfolge der Prozessionen im Jahre 1867
Entstehung
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ten noch sehe, warum so Manches so ist, und nichtanders; so ist und nicht wie es vor hunderten Jahrenwar — Vielen zur Lehre und Warnung.Zu diesem Zwecke möchte auch ich nun ein kleinesScherflein beitragen, indem ich eine kurze Geschichte derKevelaerschen Wallfahrt schreibe, respective die alte aufsNeue etwas weitläufiger mittheile, als in den früherenKevelaerschen Büchelchen und namentlich in dem letztenvom Jubeljahre 1792 geschehen ist. Wie gering auchdiese Arbeit sein mag, so wird sie doch nicht überflüssigoder unnütz erscheinen; denn eine Sache, an der jähr-lich mehr als hunderttausend Menschen aus nahen undentfernten Gegenden Antheil nehmen, verdient doch im-mer eine Aufmerksamkeit, um so mehr, als schon zwei-hundert Jahre hindurch so Vieles darüber für undwider gesprochen und geschrieben worden ist. Ichwerde aber die Thatsachen nur kurz gedrängt mittheilenund darf es dann dem vorurtheilsfreien und redlichenLeser überlassen, bei sich selbst zu entscheiden, ob nichtin ihre Anwendung komme der Spruch: „Wunderbarist Gott in seinen Heiligen.Die Ansichten und Meinungen über Wallfahrten sindsehr verschieden, und es ist dieses leicht erklärlich; sie sindja nur eine freiwillige Religions=Uebung, die von derKirche weder geboten noch verboten ist. Die Einen meinendaher, die Wallfahrten müßten gänzlich verboten werden,weil sie dem Zeitgeiste nicht mehr entsprechen und dabeiso viele Mißbräuche geschehen; die Andern halten da-für, daß ein solches Verbot ein Eingriff in die Freiheitder Menschen sei, und sie können die angegebenen Miß-bräuche nicht finden. Vorläufig mag hier bemerkt wer-den, daß gewöhnlich nur Solche die Mißbräuche, und