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16. Septembris.
In causa reichsstöt freistellung exhibitura fuit gutbedunkenvom herzogen in Baiern. Item relatum, was der Bairisch mit herrnreichshofvicecanzlergeredt, dissuadens nimirum omnino, den stötenain sonders decret zu geben.* Solches werde nichts andersals nova spes der freistellung sein und ain grosse consequenz machen.Putatur: mit Nürnberg und Augspurg zu handien und si abmahnen.
Couclusum eodem die:
Ihnen kain decret zu geben, sonderlich weil si darumbenweiter nicht anhalten.
In eadem causa exhibita fuit der churf. rät bedenken, dissua-dentes, ain recognition von sich zu geben, dicendo, das die stattirer protestation widern abschid nicht ursach haben.
In causa Aach: duplices fuere opiniones; ecclesiasticisiquidemstellen es I. Mt. haim, seculares urgent commissarios utriusquereligionis.
Placet in puncto, das kain recognition zu geben, weil derabschid und I. Mt. vorige erclärung urkund gnug seien. In se-cundo ratione commissariorum utriusque religionis disputatum diuhinc inde, ob ad praecavendas protestationes et contentandosaliquo modo Confessionistas deputatio commissariorum utriusquereligionis saltem ad inquirendum nicht gut wäre.
Putatum quidem, man solt ihnen willfahren, weil baides derstött und fürsten rats widerspenigkait und protestationes daraufberuhen. Sed quia ad summam offensiouem Catholicorum rescederet et praeterea varia pericula verenda, auch Confessionistaemit der commission ad inquirendum nicht zufriden, sondern auchhandien wollen, so ist letztlich dis mittel fürgeschlagen worden, dasI. kais. Mt. bei voriger resolution verpleiben, das si nämblich diesach selbst bandlen und wo hernach von nöten sein wurd, com-missarios verordnen wollen, darob sich niemand mit fugen zu be-schwären; darbei es auch gelassen worden. 1
17. Septembris.
1) Confessionistae exhibuerunt consiliariis secretis abermalenain schrift, petentes beschaid auf ihr vorige replicam. 2 In causaAquensi commissarios utruisque religionis deputari, qui audiant etde cidant causam; mit etlich mündlichen persuasionibus, warumbenI. Ml. nicht ursach, den weltlichen churfürsten dis bedenken ab-zuschlagen ; werde zur vertreulicheit dienen und econtra allerleidiffidenz verursachen, auch I. Mt. selbst der reichssteuern halbenunrichtigkait machen.
In primo pleibts bei der andern antwort, so berait verfastund in consilio abgelesen worden. In secundo, ratione Aach, dergeistlichen churfürsten rät bedenken zu vernemen, mit andeutung,was I. Mt. sonsten für sich entschlossen gewesen."
Wh. Reichstagsacten von 1582.
* Durch fette Schrift hervorgehoben.
1 Vgl. ebd. A. 1.
2 Vgl. I. 407.
Bezold, Briefe des Pfaizgrafen Jobann Casimir. III. 43