625-626. 1591 571
625- Johann Casimir an Christian von Sachsen. 14.Septbr.
Heidel-Hermann Christoph von Russworm, vor 3 Jahren in seinen ^ergDiensten, musste, da er, zum Streifen auf das lothringische Volkverordnet, etliche Kaufleute beraubte, handfest gemacht werden,entwich aber trotz seiner Handtreue vor Äustrag der Sache. letztsuchte er zu Koblenz als Rittmeister des spanischen und ligist-ischen Obersten Hans Reinhard von Schönberg wieder auf undführte bei Abforderung der Kaution Schmach- und Drohreden gegendie evangelischen Fürsten, besonders gegen Chr. Sein Verordneter,der mit den Vertretern der drei geistlichen Kff. dort liegt, hatleider versäumt den R. sofort niederwerfen zu lassen. . . . „Wesman sunst vor trennungen sucht und verhofft, werden E. L. aussolchem bericht [des Verordneten] auch vernehmen." 1
Dr. 8543. Or.
026. Turenne an de Fresnes.
15.
25.Septbr.War seit seinem Abmarsch von Metz nicht in der Lage Briefe g e( j anan Fr. gelangen zu lassen. „Nous nous sommes conduictz sagementet heureusement pres du roy, ayant battu l'ennemy oü nousl'avons trouve, ayant prins toutes les places qu'y se sont presentees,mais ayant passe la Lorrene plus soudainement que je n'eussevoulu pour suivre ce que Ton me commandoyt. Mais l'on s'en repentä cest'heure. 2 II n'est pas temps. Les ennemis se preparent ä.ung grand coup et nous ä les empescher. J'ay trouve le roy ence lieu, qui m'y a laisse ce matin, Il'n a encores receu sonarmee. Monseig r le prince Bernhard luy est venu faire la re-verence". . . („Copie de lettre — de Sedan du 25 e septembreetc. 1591.")
Marb. Frkr. 1591. I. Cop.
1 Nach dem Sehr, des pfälzischen Verordneten vom 9. Sept.(ebd. Cop.) drohte R. mit der Eache Spaniens an den deutaehenFürston, wobei er besonders auf die scharfen sächsischen Mandatehinwies, denen zum Trotz er freilich „dem ehurf. vor der nasen ge-worben" habe; man verüble hier Sachsen seine Massregeln gegen diedeutsche Libertät, während doch der Kf. jungst die Mehrheit dermeissnisehen und sächsischen Ritterschaft selbst wider ihren Willengenötigt habe mit Anhalt zu ziehen. Dagegen werde Braunschweiggerühmt, dass er dem Gegenteil Tür und Tor öffne; man hoffe, „erwerde noch zu mehrerm unheil ein guter befurderer erscheinen unddrinnen lands etwas ungerats anzetteln".
- Schon am 8./18. Sept. schreibt T. an F. aus Chasses (bei Chälons):„Je ne scay, si l'occasion d'incommoder et presque ruiner mons r deLorrene se retrouvera teile, comme je Tay trouvee; il m'afalu obeyr et non eslire" (ebd. Cop.). Vgl. die Depesche Caetano'saus Prag vom 31. Aug./lO. Sept. (Rom, Germ. 112, S. 381): Gerüchthier, Lothringen sei, um nicht von diesem Heer und dem MarschalldAumont in die Mitte genommen zu werden, mit Casimir übereinge-kommen „a non dar injiedimento a queste genli. A questo avvisosi da poco credito".