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3 (1903) 1587 - 1592
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535
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570-572. 1591 535

me nt dem Sohn ausdrücklich verboten, „das er sich nichts widerdas haus Burgunt unterstehen wolle"; die Räte hielten dies demHerzog täglich vor, „dan so dis geschehe, so würde es ebenso vielsein, als wan er das ganze testament umbgestossen hette".

Dr. 9306. Cop.

571. Schlieben und Müller an den Kanzler 16. Juni

Distelmeyer. Kassel

.... Die Herzogin von Preussen 1 hat den von Bielandt ausQuerfurt abgesandt, wie ihre Leute Nachricht haben, um Casimirnach Ems einzuladen und dort zu traktiren, dass es des andernFräuleins halb auch auf gute Wege gebracht werde und sie alsobeide Häuser sich zu Freunden machen möge. Dieses "Werk trak-tirt sie allein mit Bielandt und nimmt keinen Rat.....

Berlin. E. XXXV. C. 36. Or.

572. Schrögl an Christian von Anhalt.' 18. Juni

., . , , ... , Heidel-

. . , . „Meins herrn leut lassen sich eins teils verlauten, t, er g

I. F. Gn. können nichts mehr contribuirn und nachsteueren, hab

das seinig in vil weg gelaist. 3 Ich sag in dargegen, wan man jezt

nit darzu tuu woll, was darzue gehört, und E. F. Gn. mit dem

ersten monat stecken lassen, so wers besser alles verbliben gewesen.

Pass hall er sperrt man sich auch sehr. 4 Mit dem rendezvous

1 Vgl. Altpreuss. Monatsschrift XXXV (1898), 202; 207.

s Der erste Teil des Sehr, verbreitet sich sehr eingehend überden bevorstehenden Anzug, wobei u. a. Beutterichs Gaskogner alsDolmetsch dringend empfohlen wird.

3 Am 6. Juni bittet Anhalt aus Dessau J. C. in Anbetracht derSchwierigkeiten wegen des 1. Monatsolds untsr Verweisung aufSchrögl um ein Nachlehen (Zerbst, Conc). Am 10. Juni beauftragtJ. C. die Regierung zu Amberg nebst den Räten Fraiss und Culman,beim grossen Ausschuß« und den Kommissarien der oberpfälzischenLandschaft um Unterstützung der französischen Hülfe mit 100000 fl.nachzusuchen, da die Quote der Pfalz von der erschöpften Kammernicht geleistet werden könne, die Untertanen der unteren Pfalz ebenfalsdurch Schätzungen erschöpft seien u. s. w.; es' wird dann erinnert,dass die Oberpfalz zu der Rüstung von 1588 an die 80000 fl. bei-gesteuert habe (Mb. 22/4 Cop. ebd. Cop. einer Anmahnungsschrift,Heidelberg 19. August). Vgl. S. 100 A. 3.

4 Am 23. Juni beauftragt J. C. aus Friedeisheim Dohna undSchrögl, mit Kanzler und Räten die Beantwortung Anhalts vonTurenne's sowie die Abwendung des begehrten Passes vom pfälzischenBodeu zu beraten, um grosses Unglück und gänzliches Verderben seinerPerson und Untertanen zu verhüten (IIb. 112/11, Or.). Auch Johannvon Nassau bittet am 3. Juli Anhalt, ihn mit Durchzug und Ein-lagerung zu verschonen, unter Hinweis auf die voraussichtliche Er-hebung der verzweifelten Untertanen gegen das Kriegsvolk (wie imkölnischen Krieg), was er nicht abwenden könnte (Zerbst, Or.). EinBericht an die Staaten von einem Teilnehmer des Zugs, 15. Okt.(Bor III, 599), erwähnt, sie hätten in J. C. Land „niet gevouden danlucht en water, sonder eenige provisie van brood", im Gegensatz zuder Fürsorge von Mainz, Zweibrücken, Veldenz und Nassau-Saarbrücken.