Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
428
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428 1591 481482.

28.Januar 481. Pfalzgraf Georg Hans an Bürgermeister undL ü »ich R at zu Frankfurt. 1

Hört, dass etliche Exemplare einer Schrift, die er von einemBuchdrucker zu Oberwesel drucken und dem Frankfurter BürgerHans Schwind zustellen liess, von J. 0. in Arrest gelegt und sogarals Famosschriften wider die Pfalz herausgefordert werden. Essind aber nur Akten aus seinem Streit mit J. C. Hofft, dass derArrest aufgehoben und die Schriften ihm ungehindert zugestelltwerden, widrigenfalls er sich an ihren Bürgern zu "Wasser undzu Land schadlos halten würde.

Georg Hans, pfalzgrafund graf zu Veldenz m. p. Der bishergeduldiger, aber zuviel bricht zulest die gedult und nit onbillich.Satis intelligentibus. m. p "

Frankf. R. Augol. f. 104. 110. 1003D.

30.Januar482. Pfalzgraf Georg Hans an Bürgermeister und Rat

Lüttich T , ..,

zu Köln.

(Verwahrung gegen die von J. C. über ihn verbreiteten Verleumdungen.

Seine Verhandlungen mit der Stadt Köln, dem Kf. Ernst und Parma.

J. C. gefährliche Pläne gegen Kaiser und Reich.)

Schickt Zeitungen, die aus Köln nach Heidelberg geschriebenund von Joh. Casimir gegen ihn spargirt worden. Erinnert an dieUnsträflichkeit seiner Verhandlungen mit der Stadt Köln. Kurpfalzhat ihn um mehr als 40 Dörfer und 30 Städte gebracht und hatdaher ein böses Gewissen,forchten sich vor einem jeden rausch-enden blatt", wie die Stände zu Frankfurt wohl erfahren haben.

1 Am 1. Oktober 1590 schrieb G. H. aus Prankfurt an Kf.Christian wegen seiner Erbforderungen an Kurpfalz, deren endlicheEntscheidung auf dem Dep. Tag er fordert (Dr. 9971, Or.). Im Dezembererschienen dann die ersten gedruckten Beilagen eines von G. H. vor-bereiteten Ausschreibens geg<m Kurpfalz; Pf. Johann hatte sie bereitsam 12. Dez. in Händen (an Neuburg, Mb. 327/27); am 18. ersuchtenStatthalter, Kanzler und Käte zu Heidelberg den Kt. von Mainz umEinstellung des, wie es heisse zu Ursel eingeleiteten Drucks und Aus-lieferung des bisher Gedruckten (ebd.). Vgl. Patriot. Archiv XII,62 f; Exemplare derSummarischen und artikulirten Klag" sowie derExceptiones und Beyi.iKen" in der Bibliothek des Münchener Staats-archivs, No. 707 und 708. Ein Ersuchen Keuburgs an Würtembergdie Veröffentlichung zu hindern (14. Jan. 1591, Stuttg. Or.) wurdeabgelehnt. Am 18. März erliess G. II. zu Speier ein Preisausschreibenfür die dortigen Doktoren. Lizentiaten oder Praktikanten, und zwarfür das beste Consilium 500 fl. nnd ad victoriam causae 5000 fl. Jahres-pension; 2. Preis 400 bezw. 4000 fl. u. s. w.; jedem, der überhauptteilnimmt, des Pf. Bildniss von 10 Goldgulden. Er berief sich aufdie Millionen, die aus den von ihm erfundenen Kunststücken sicherzielen Hessen, sowie auf die von ihm verfassten47 thomos indiversis" und beschieil die Bewerber für den 16. oder 17. März in dasgüldene Einhorn zu Speier (Ma. 545/4 f. 400, Cop.).