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aber den Gubernatoren von Burgund und Lützelburg geheime JanuarVollmacht zu sofortiger Hülfe gegen einen Angriff auf die neueDefensivliga geben. Denn eine Usurpation Lothringens durch die Pro-testirenden oder Hugenottischen würde ja (in Folge des freienPasses für die Protestirenden) alle französischen Pläne des Kgs.ganz und gar umstossen. Die katholischen R. Stände aber sollenbedenken, dass mit der Einnahme Lothringens und des StiftsStrassburg durch die Bruderhöfischen und ihren Anhang auch einsicherer Grund für die Freistellung gelegt sein würde. Ja, eswäre zu besorgen, dass schliesslich Navarra und sein Anhang sich„o per forza o per amore" Strassburgs (wie früher der Stadt Metz)bemächtigen, Vorderösterreich und Elsass dazu nehmen und baldauch die Pfaffengasse heimsuchen würden, „wie dann alberait dieBruederhofischen (wann man gleich Lotringen sobald nit einnäm,sonder nur das stift Strassburg eroberet) auf die pfaffengassenallerlai anschleg gemacht und Gebhard Truchsess nit gar unlängstdieselben wol zu besichtigen in eigener person, wie man sagt, darinherumb gezogen" ....
Wollen Oesterreich und Lothringen den Defensivverein er-weitern, so muss man den protestirenden Fürsten mit gutemFundament vertraulich zu verstehen geben, dass beide mit demStift Strassburg zur Verhütung der vielen Durchzüge zu dieserVereinigung genötigt worden seien; „und damit die Protestierendenkeiner ofensiv zu vermueten oder zu besorgen ursach, riete ichin meiner einfalt (doch verstendigern unfürgegriffen), erzherzogFerdinand befliss sich Mumpelgart und Wirtemberg, welche baidebochbeweglicher Ursachen halber Oesterreich respectieren müessen,in dise verain einzenemen." . . Der Graf von Hanau würde gernnachfolgen. Ferner kämen für die Aufnahme noch als ziemlichsicher in Betracht die katholischen Markgrafen von Baden, dieGrafen von Fürstenberg u. a. Grafen, Herrn und Prälaten desschwäbischen Kreises (deren Geneigtheit zum Teil schon schriftlichverbürgt ist), der Kardinal von Oesterreich mit dem Bistum Kostnitz,der M. von Baden-Durlach, die B.B. von Speier und Worms,die Kff. von Trier und vielleicht auch Mainz („als der neutral zusein bisher starke profession gemacht und den Protestierendennit gern ainiches missfallen tuen wird wollen"), der Kf. von Köln.Ob man einen oder den andern Pfalzgrafen zum Eintritt bewegensoll, gibt er Verständigeren anheim. An Savoien, der mit Loth-ringen gern in ein Verständuiss treten würde, dürften als an demTochtermann Spaniens etliche Deutsche und besonders ProtestirendeAnstoss nehmen. Endlich könnte man eine enge Verbindungzwischen dem zu gründenden und dem Landsberger Bund her-stellen, da ja ohnedies vielleicht nach W. Ansicht die oben erwähntenHerrn des schwäbischen Kreises eher unter den Landsberger Bundgehörten, der wegen der Reputation seines Obristen nieht gar zusehr hinter dem andern Bund zurückstehen darf. Ob Ulm, Strass-burg und solche vermögliche Reichsstädte in den einen oderandern Bund aufzunehmen? Der Eintritt Strassburgs wäre für denneuen Buud eine unerlässliche Sicherheitsbürgschaft.....
Ha. 71:8. Oop.