426-427. 1590 389
426. Johann Casimir an Christian von Sachsen. 1.Oktober
Heidel-
Auf 3 kurf. Sehr, vom 5. Sept. hetr. kölnische Bürgerschaft, ber ßAachen und Strassburger Kapitularen (deren Zins bei der StadtNürnberg über 6000 fl. Kapital). Will mit der Verweigerung desGeleits für Köln warten bis zum Erfolg der Interzession für diedortigen Evangelischen. 1 Dankt für das kurf. Sehr, an den Kaiserzu Gunsten der Aachener. Lässt es bei der kurf. Weigerungeiner Verschreibung für die Kapitularen und bei Verständigungihrer beiderseitigen Räte zu Frankfurt bewenden. Die von Mainzvorgeschlagene Zusammenordnung der Räte ist unterblieben, da ersie für unnötig hielt. . .
Dresden. 8543. Or. (pr. Pforta 13. Okt.)
427. Christian von Sachsen an Joachim Priedr ich2.0ktobervon Magdeburg. Zabeltitz
Auf J. Fr. Sehr, vom 26. Sept. Hat gern vernommen, dass Braun-schweig, Mecklenburg und Pommern zur französischen Hülfe geneigt,voraussichtlich auch Bremen; da die von Pommern „Bongarsio"in Aussicht gestellte Beantwortung J. Fr. noch nicht erfolgt ist,boII J- Fr. daran erinnern. Kein Konvent der Räte vor RückkehrPallavicino's. Dagegen Besprechung ihrer beiderseitigen Kanzlerzu Leipzig nächsten Donnerstag. 8
Dr. 9305. I. Cono. (Krell.)
Nr. 259; Hansen, Nunt. Ber. III. 2, 616f.]; daher sei der Kf. genötigtgewesen die Hülfe des Blutsfreundes und Nachbarn Spanien anzu-rufen. — In seiner Antwort an die Räte zu Frankfurt, Heidelberg3. Okt. (pr. 5. Okt. ebd. Or.) sagt J. C, der ihr Sehr, vom 1. durchDohna erhalten hatte, Köln unterstehe sich schneeweiss zu brennen,die Spanier in den köln. Festungen dächten aber gewiss nicht „desheiligen grabs vergeblich zu hueten"; die Räte sollten gegenüber demzu erwartenden Votum der Päpstischen, dass man nach der vorliegendenResolution der Staaten vor allem Parma gütlich um Restitution ej>suchen solle, unbeirrt auf die wirkliche Hülfe dringen; vielleichtwürden neben Sachsen und Brandenburg doch auch mehrere papist-ische Stände dafür stimmen; über Haupt und Zahl des Volkes wolleer weiter nachdenken.
1 Vgl. Nr. 388; 400.
a Vgl. No. 408. Am 17. September teilte der Administrator demKf. mit, Braunschweig, Mecklenburg und Holstein, voraussichtlich auchBremen seien geneigt; die R. Städte und die Schweizer jedenfallsbeizuziehen; am 26. Sept. schlug er, da Gefahr auf Verzug, SendungKrells nach Leipzig vor (ebd. Orr.). Am 26. Sept. schreibt Kol-binger aus Heidelberg an Dohna: „At in aurem tibi dico: non ignoraselectorem Sax. ad ceteros prineipes detnlisse, quid ipsis videaturagendum pro rege, ipsius responso et Pallavicini reditu hactenusfrustra expeetato. Consentiunt omnes, quam primum consiliariosLipsiam mittendos, qui de ratione auxiliorum comparandorum consiliacommunicent. Iussus est nunc alter noster Palatinus et exarchusrationes inire peeuniae conquirendae" (hiezu am Rand: „Sero sapiuntPhryges"; Mb. 113/3 c. eigh.). Die Unterredung Krells mit Meck-