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und bereit sich bei ihnen weitere Belehrung zu erholen. Dies istaber nur von wenigen geschehen, wogegen während der Predigt oftmehr Leute vor der Kirche auf dem Markt u. a. Spielplätzen undSpaziergängen als drinnen zufinden sind; etliche sollen es dahinsetzen, „sie seien jungst einmal herdurch, und werde sobaldvilleicht nicht mehr darzu kommen". Dies würde den Zweck derVisitation, da ja allen Untertanen der rechte "Weg zur Seligkeit gewiesenwerden soll, vereiteln und ein gottloses und epikurisches Lebenzur Folge haben und statt des Segens den Fluch und Zorn Gottesüber ein ganzes Land bringen. Gemäss der Pflicht der christ-lichen Obrigkeit den wahren Gottesdienst zu pflanzen und auch zuerhalten befiehlt er ihnen als der verordneten Mittelobrigkeit dieobigen Bürger auf den Zünften an das Gespräch und ihr Erbietenmit Bescheidenheit zu erinnern und auf besseren Besuch der Predigtbedacht zu sein, namentlich an den Sonntagen und Predigten dieSpielplätze abzuschaffen. 1
Mb. 336] 20 f. 121 ff. Cop.
314- Veit von Dornberg an den Kaiser. 21.
(Unterredungen mit dem Papst über Kursachsen und dessen hier er- 31.
warteten Gesandten. Die Anregung hiezu angeblich von Luxemburg, März
vielleicht von England gegeben.) Rom
. . . ; Vorigen Sonntag, als der Papst in der Sakristei vonS. Lorenzo fuori le mura sich nach dem Amt auskleidete, „mi feceaccostare a se et mi disse pian. piano, che niuno de circonstantich' erano molti cardinali pote sentire, che era vero, quanto io lehavea detto del duca di Sassonia et che il dl inanti che fü sabato,ma dopo la mia audienza, che fü il venerdl, l'havea saputo perlettere di Vienna, et che io restassi sicuro, che non farebbecosa alcuna senza participarla con V. M t& ." Ueberrascht durch dieAeusserung über die Wiener Briefe musste er sich doch mit Rück-sicht auf Ort und Zeit begnügen zu danken und den "Wunsch aus-zusprechen, dass alle abgefallenen Fürsten zur Freude des Kaisersdiesem Beispiel bald folgen möchten. Seine Unterredungen mitdem Papst, von denen er nur dem Kardinal Madruzzi und demspanischen Gesandten Mitteilung gab, sind trotzdem in der Stadtruchthar geworden; „credo questo venghi da piti alto luogo"; esheisst, der sächsische Gesandte sei schon in Florenz und werdehieher kommen. ,,Havendo scritto sin qul parsemi bene essendoandato heri all' audienza di toccar di questa prattica a S. S 1 ^per riportar alcuna cosa piti certa; la quäle tornö a dirmi, che ilgiorno dopo ch' io parlai con S. S tJl , hebbe lettere con aviso cheuno veniva da parte del duca di Sassonia et che era giä giuntoa quel luogo, di donde havea hauto 1' aviso, senza spezzificarmiil luogo ne piti nominar Vienna, et che li havea concesso chepotesse venire, credendo che come oggi poteva esser qul, confir-mando che non farä cosa senza farmene consapevole. Havendo
i Vgl. No. 295; Cuno 1/190.