6—7.
1587
secreto vel auxilii vel saltem animi ad praedictam provinciara capes-sendam essent tradituri?" Diese Sache soll zwischen ihm und demL. streng geheim bleiben. 1 Bitte um Erwägung des L. über„pecuniarum provisiones illae, quas rex Philippus paucis abhincmensibus per manus Fuggerorum sibi fecerit.
Signatum Francofurti, ex ore legati, 19. januarii anno 87."
Marb. Engl, vol. IX. Cop.
7. Johann Casimir an König Friedrich Januar
von Dänemark. 23
Heidel-
Auf Fr. Sehr, an ihn und L. Wilhelm. 2 Beklagt die Haltung ber SSachsens (der Heimat des erneuerten Evangeliums) und ist befremdet,dass F. der bisher in dieser französischen Sache die mitleidigeHülfe und nötige Zusammensetzung mit besonderem Eifer betrieben,,,jetzten des churf. zu Sachsen und Brandenburgs LL. ausfluchtenund entschuldigung 3 als hohe erwegungen und Ursachen bei sichgültig sein" und sich von seinem kgl. Intent ab und, obwohl ernicht auf andere zu sehen hat, zur Befolgung widerwärtiger Exempelbewegen lässt. — F. wird betreffs der kurf. Argumente selbst er-kennen, „aus wess köcher solche pfeil entlehnet, auch was für eingeist diejenigen, so die federn gefuhrt, regirt habe und das zuRom in des papsts canzlei oder von den Jesuwittern die dingnicht hetten besser nach des papsts schrägen können gerichtetwerden." Zur Verweigerung jeder Hülfe fügt man noch unbilligeAnschuldigungen Navarras und der Kirchen in Frankreich. Nichtnur den Ruhm der Standhaftigkeit, auch sein Successionsrecht ander Krone will man Navarra nicht gönnen. „Darbei E. K. W.hochvernunftiglich zu ermessen haben, wer das directorium der
1 Am 18. Jan. machte der Kanzler des Administrators von Magde-burg D. Meckbach nach Unterredung mit seinem Herrn L. Wilhelmden Vorschlag, man solle anlässlich des spanischen Kriegsvolks (vgl.no. 12)nicht nur auf dem bereits angesetzten (niedersächsischen) Kreistag zuBraunschweig, sondern auch im rheinischen und westfälischen Kreis dieAufstellung von Truppen veranlassen, die dann „nach verrichten Sachen"leicht dazu verwendet werden könnten, die papistische Partei in Frank-reich zur Vernunft zu bringen; die "Werbung wäre „nomine reginae An-gliae" .anzustellen und "Vereinigung mit den Schweizern vorzusehen ; mit6—7000 Pferden könnte man dem untreuen König mit der alten Jesabelwohl heimzahlen; „dadurch wurde verhoffentlich der getreu gott zubesserem friden den religionsverwanten wie auch der succession halbverleihen und sich viel andere Nicodemi in Frankreich zuschlagen."W. möge sich so bald als möglich hierüber mit Pfalz verständigen ; „soachte ich, herzog Philipp gebe einen obersten und der andre fürstChristian zu Anhalt und herzog Hans Ernst zu Sachsen gute astanten."Wegen der „Zulage" müsste man die andern zeitig beiziehen, auch Däne-mark Mitteilung machen (Marb. Frkr. unter Heinrich III. 1587. Eigh.).
2 Vom 10. Dez. 1586: F. könne nicht weiter in Sachsen und Bran-denburg dringen, deren Erklärung er mitteilt (Kopenh. deutsches Prot.,Cop.). Aehnlich ein weiteres Sehr. F. an J. C. und L. W., Skanderborg10. Jan. 1587 (ebd. Cop.).
3 Vgl. II. 489 A. 1: Ritter, Briefe und Acten I, 8 f.