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3 (1903) 1587 - 1592
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über die damaligen und späteren Beziehungen Johann Casimirszu Karl von Lothringen volle Klarheit nicht zu gewinnen,während für die fortgesetzten Versuche von spanischer Seitemit dem Pfalzgrafen anzuknüpfen sich wenigstens einzelneBelege und Andeutungen ergaben (No. 145; 147; 148; 153;154; 204; 315; Nachträge No. 114*, S. 760). Von jenenBriefen Philipps II. an Johann Casimir, die nach einerBehauptung Reyds (Oorspronck van de nederlandsche oor-loghen, Amsterdam 1644, S. 299) der Pfalzgraf dem KurfürstenChristian gezeigt haben sollte, ist mir freilich nichts zuGesicht gekommen. Bekanntlich hat das hartnäckige Miss-trauen, das Johann Casimir und nachmals auch Kursachsendem französischen Unterhändler Kaspar von Schomberg ent-gegenbrachten, eine deutsche Unterstützung Heinrichs IV. imJahr 1590 hauptsächlich vereitelt; die Tatsache, dass diesembei den Pfälzern längst eingewurzelten Misstrauen die HaltungSchombergs nach dem Tod Heinrichs UL wirklich entsprach,wird durch ein paar Depeschen des Nuntius in Florenz be-leuchtet (vgl. hiezu auch Nachträge No. 107*). Für diesächsische Gesandtschaft an verschiedene italienische Fürstenim Jahr 1590, auf die ich früher gestützt auf anderweitigeBerichte aufmerksam gemacht hatte, haben sich seither auchdie Originalakten im Dresdner Archiv gefunden. In denletzten Zeiten Johann Casimirs tritt ein geradezu leidenschaft-liches Bemühen um die Verbindung seines Pflegesohns mitder ältesten Tochter der Herzogin von Preussen stark hervor.Dass im Jahr 1591 auch die niederländischen Beziehungender Kurpfalz wieder lebhafter gepflegt wurden, zeigt ein kleinerRest der grossenteils verloren gegangenen KorrespondenzJohann Casimirs mit seinen auswärtigen Agenten und Be-richterstattern. Endlich seien noch die in Brüssel gewonnenenBelege für die von dem Veldenzer Georg Hans eifrig betriebeneAnknüpfung mit Spanien und für seine Projekte gegen Kurpfalzund Metz hervorgehoben.

Ich beabsichtigte ursprünglich mit dem Tod Johann Casimirsam 6. Januar 1592 abzuschliessen. Da jedoch die schwereKrisis, die infolge seines Hinscheidens und der Jugend desNachfolgers über Kurpfalz hereinzubrechen drohte, in der Ein-leitung Ritters zu seinen Briefen und Akten nur kurz Charakter-