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Holbeins Totentanz und seine Vorbilder
Entstehung
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147
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XI.

DER TOTENTANZ VON BERN.

N den Jahren 151 5 1520 schuf Niklaus Manuel,genannt Deutsch, das ebenfalls viel genannte BernerWandgemälde des Totentanzes; es wurde aber schon1660 zerstört und ist uns nur in zwei Aquarellkopienüberliefert, von denen die jüngere, von Stettler , inLithographien reproduziert wurde (No. 46)*). Ebenso allgemein wieder Grossbasler Totentanz für eine Nachahmung des KleinbasierTotentanzes gilt, wird das Berner Gemälde als eine Nachahmungdes Grossbasler Bildes bezeichnet. Es kann dies aber nur sehrbedingt zugegeben werden, indem seine ganze Anordnung, sowieeinzelne Figuren und Motive mehr Übereinstimmung mit der Dansemacabre und den Heures als mit dem Basler Gemälde zeigen undselbst die Zahl der gemeinsamen Stände in Bern -und Basel kaumgrösser ist als diejenige in Bern und Paris. Man kann daher nursagen, das Manuel in Basel die allgemeine Anregung zu seinerSchöpfung empfing, sich wohl auch die eine oder andere Einzelheitmerkte, im übrigen aber, soweit es zu seiner selbständigen Auf-fassung und Ausführung aller Gestalten passte, den Einflüssen derDanse macabre und anderer gedruckter Totentänze zugänglicher war.Dies ist auch sehr leicht daraus zu verstehen, dass das GrossbaslerGemälde nur in Basel selbst angeschaut und nicht ohne Schwierig-keiten kopiert werden konnte, während die Drucke durch ihreVerbreitung und die Möglichkeit einer unbeschränkt wiederholten

) Diese einzige Publikation des Berner Gemäldes soll nach Grüneisen (No. 24, S. 170)unter der Leitung von Wvss im Jahre 1823 erschienen sein; Vögelin wiederholt diese Angabe.In der Einleitung jenes Druckwerkes wird aber eine Schrift von 1825 citiert. Wessely sprichtnoch von einer Holzschnittausgabe des Berner Totentanzes durch Fröhlich vom Jahre 1588; diesist aber wieder eine von seinen verkehrten Litteraturangaben. Schon Massmann fand in denFRÖHLICHschen Mischausgaben, im Widerspruch zu ihrem Titel (der Basler und der Berner Toten-tanz) , nur ganz wenige Kopien oder Nachahmungen des Berner Gemäldes. Und selbst dies muss,wie wir sahen (S. 113), noch eingeschränkt werden, so dass eigentlich nur das allgemeine Motiv desPapstbildes von Bern in das FRöHLiCHsche Buch überging.

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