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nur noch eine derartige Besonderheit, nämlich der dritte Predigerin M 3 zu erläutern übrig. Seiner Anrede geht ein anonymer Spruchvoraus und folgt das Schlusswort eines Toten mit dem unverkenn-baren Anklang an die Sprüche der drei Lebenden und drei Toten(s. S. 92). Dieser in keinem anderen Totentanze vorhandene, durcheinen Strich von dem vorausgehenden Text getrennte Anhang zeigtauch in seinem Inhalt, in den deutlichen Anklängen der „Predigt"an die Anrede des zweiten Predigers und in dem bezeichnetenSpruch des Toten, die sicheren Merkmale eines jüngeren Zusatzes.Über ihm befindet sich das Datum A° 1446; er mag denn auchin diesem Jahr vom Abschreiber verfasst oder hinzugefügt sein.
Wackernagel hält übrigens auch den ersten und zweiten Predigerder Handschriften und Holzschnitte für Zusätze des 15. Jahrhundertszu dem Grundtext, und zwar teils aus sprachlichen Gründen, nament-lich aber deshalb, weil der Hinweis des ersten Predigers auf „desgemeldes figuren" auf die Illustrationen zu beziehen sei, die für alleHandschriften vorgesehen waren und bei den meisten nur infolgeäusserer Umstände fehlten. Diesen Grund halte ich aber für un-zulänglich.
Die Vorbereitung der Handschriften H 1 und M 2 auf beizufügendeBilder sehe ich nicht in jenem Ausdruck „des gemeldes figuren",sondern nur in dem für die Bilder freigelassenen Raum, in derbestimmten Bezeichnung des Platzes für die Bilder der beidenPrediger (hie vor — hie hernach) und der zusätzlichen Bemerkungüber das Vorhandensein der Bilder (H 1 ), also in Dingen, die nichtzum Text gehörten*) und in den Handschriften M 1 , M 3 , M 4 fehlen,deren Verfasser an Bilder offenbar gar nicht gedacht haben. DerHinweis des Predigers auf das Gemälde oder wie es in der lateinischenÜbersetzung von H' heisst: pictura exemplique figura, erklärt sichaber sehr einfach durch den Vergleich mit der Pariser Danse macabre.Schon der Anfang der deutschen Ansprache: O deser werlde weys-heit kint — ist eine Übersetzung von: O creature roysonnable; undebenso liest man im Pariser Gemälde, ausser dem Hinweise auf dieDanse macabre, auf dem Spruchband über dem Acteur: „Hec pic-tura" u. s. w., womit eben das Wandgemälde gemeint war. Daher
') Die Überschriften der Strophen sind in tlen einzelnen Handschriften nicht ganz gleichund fehlen in H a vollständig.