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Abschnitte des südlichen Kreuzgangs waren also ungleich gebaut undwurden auch von Büchel als Kreuzgang am Chor und Kreuzgangan der Kirche unterschieden. Wie aus einem seiner Bilder ersichtlich,besassen sie horizontale Deckenbalken, waren also nicht gewölbt. —Der westliche Bau (c) war ebenfalls zweistöckig und enthielt imErdgeschoss einen nicht vorspringenden, sondern eingebauten unddaher zweifellos gewölbten Kreuzgang, an dessen Hinterwand Fensterund Thüren in die dahinter liegende Konventstube führten. Die dreiFenster und zwei Thürenwaren ebenso alt w T ie dasGebäude selbst, beeinträch-tigten also die zwischenihnen gemalten Bilder desTotentanzes — Beinhaus bisKrüppel — nicht. DieWand, die diesen Kreuz-gang nach Norden abschloss,um sich in die Hinter-wand des nördlichen Kreuz-gangflügels fortzusetzen,nahm eine „Kreuzigung" ein.Dieser nördliche Flügel (d)war, wie aus einer seinDach betreffenden Notiz desJahrzeitenbuchs hervorgeht,wiederum ein äusserer An-bau vor dem nach Nordengelegenen Hauptgebäude,beziehungsweise vor dem inseinem Erdgeschoss befind-lichen Refektorium und enthielt im Anschluss an die genannte Kreu-zigung die zweite Hälfte des Totentanzes, vom Waldbruder bis zurMutter. Die mit diesen Bildern bedeckte Hinterwand des Kreuzgangsoder die Hauswand des Gebäudes w T ar ursprünglich ununterbrochen;erst später, als das Refektorium in eine Fruchtschütte verwandelt war,wurden vier Fenster nach dem Gange durchgebrochen: vor demWaldbruder, zwischen Herold und Schultheiss, zwischen Begine undBlinden, zwischen Bauer und Kind —, die diese Bilder beschädigten.
Fig. 44.
Mittelteil des Merianschen Plans vom Kloster Klingenthal,
nach Burckhardt und Riggenbach.