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werden, sondern allenfalls durch die Verschiebung des Beinhausesüber den Thürbogen, was sich aber viel natürlicher durch die künst-lerische Rücksicht erklärt, die sehr nackte und daher unschöne undbedeutungslose Seitenwand des Beinhauses hinter der Thür ver-schwinden zu lassen. So finde ich in unserem Bilde kein triftigesMerkmal für den angeblichen Raummangel. Vielmehr lässt sich einesolche Annahme durch eine andere Überlegung direkt widerlegen.Der westliche Kreuzgang, in dem der Totentanz begann, enthielt
«. nach Büchel an seinerHinterwand die ersteBilderreihe (Beinhausund 21 Paare) von70 Schuh Länge undausserdem drei durchFenster veranlassteZwischenräume*), fer-ner zwei Thüren anbeiden Enden derReihe und ein grossesHeiligenbild vor derersten Thür. DieserKreuzgang musstealso mindestens ca.100 Schuh lang ge-wesen sein. In demnördlichen Kreuzgangbefand sich dagegen
Hg. 23.
Krüppel aus dem Klingenthaler Totentanz,nach Büchel.
anfangs nur die zweite
Bilderreihe von 18
Paaren, ohne zwischenliegende Thüren und Fenster**), aber ebenfalls
in einer Länge von 70 Schuh; reichte sie bis an sein Ende, so war
s ) Dass die Zwischenräume in die 70 Schuh nicht mit eingerechnet sind, lässt sich aus den beiBÜCHEL notierten Höhen verschiedener Figuren berechnen; aus dieser Rechnung folgt weiter, dassdiese Bilder der ersten Reihe, abgesehen von den drei Zwischenräumen, unmittelbar aneinander stiessen,diejenigen der zweiten Reihe aber in Abständen von ca. '/, Schuh aufeinander folgten. Diesstimmt aufs beste mit der grösseren Bilderzahl (22) der ersten Reihe gegenüber der zweiten Reihe (18).**) Die Fenster, die dort später, nach der Aufhebung des Klosters, durchgebrochen wurden,haben eben deshalb die Bilder des Waldbruders, des Heroldes, der Begine, des Blinden und desBauern mehr oder weniger zerstört (Fig. 28, 33).