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gewöhnlichen Inhalt der Predigten gehörte und schon in Miniaturendes 14. Jahrhunderts gefunden wird (Frimmel).
Wenden wir uns von diesen Einzelheiten des Gemäldes wiederdem Ganzen zu, so' macht sich vor allem der Eindruck geltend, dasses in dem uns überlieferten Zustande kein einheitliches ist und nichtvon einer Hand gemalt sein kann. Wackernagel meint daher: der
Totentanz von La Chaise-Dieu „mit demunverkennbaren Gemisch zweier ganz ver-schiedenen Arten der Malerei, einer leblosunbeholfenen und einer bewegten, besseren,mag zuerst schon im 14. Jahrhundert ent-standen sein, nach 1343, in welchem Jahredie Kirche gegründet wurde, im 15. aberstückweise eine Übermalung und Er-neuerung erfahren haben" (S. 320). SolcheÜbermalungen und Erneuerungen habengewiss stattgefunden, aber nicht nur im15. Jahrhundert, sondern auch noch vielspäter. Dies beweisen u. a. die Einzeich-nungen von solchen Muskeln und Knochenan den Toten, die frühestens im 16. Jahr-hundert den Malern bekannt wurden, z. B.die Wirbelkörper des Rückgrats an denToten des Sergeanten und der Nonne, derdünne, schräg über den Oberschenkelverlaufende Muskel (M. sartorius) unddie ganz schwach, aber nicht unrichtigeingezeichneten Fussknochen an denToten des Bauern, des Mönches und derletzten Gruppe.
Fig. 12. Adam und Eva aus dem
Totentanz von La Chaise-Dieu,
nach Jubinal.
Trotz der richtigen Zeichnung waren
diese späteren Zuthaten meist gedankenlosangebracht, da die genannten Knochen (Wirbelkörper, Fusswurzel-knochen) unter keinen Umständen durch die Haut durchscheinenkönnen. Geradezu handwerksmässig wurde eine ganze Reihe andererErneuerungen vorgenommen, wobei namentlich die Verwechselungvon rechten und linken Händen und Füssen eine grosse Rollespielt, ein sicheres Zeichen, dass ganz untergeordnete Ausbesserer
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