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nachzuahmen suchen. Darauf deutet der grosse Bauchschlitz, dieMagerkeit des Körpers und die Querteilung der Gelenke an denTotengestalten. In diesem letzteren Merkmal möchte Frimmki. den
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misslungenen Versuch einer Skelettzeichnung erblicken; für unserWandgemälde kann dies aber nicht zutreffen. Denn die Gelenk-teilungen sind dort nicht regelmässig vorhanden — selten an derSchulter, häufiger am Ellenbogen, meist an den übrigen Gelenken —und wechseln die Stelle an demselben Gelenk; dann ist aber auchdas Muskelrelief so kräftig und detailliert hervorgehoben, dass derMaler unmöglich die Vor-stellung eines Skeletts da-mit verbinden konnte. Essollten wohl nur dieGelenkstellen besondersscharf markiert und da-durch der Eindruck desLeichenhaften, woraufdoch alle diese Merkmalehinzielen, gesteigert wer-den. Im Gegensatz dazusind die springenden undtanzenden Bewegungender Toten sehr lebhaftdargestellt (Fig. 8), wobeiihre ausserordentlich ver-schiedene Haltung jeden-falls nicht ohne Absicht
den
Abwechselung
in
Fig. 8. Bürger aus der Pariser Danse macabre,nach Le Roux de Lincy et Tisserand.
Reigen brachte.
Ganz sicher deuten auf eine Entlehnung von den Todesbildernder alten Handschriften oder anderer Denkmäler die Attribute derToten in der Danse macabre; sie tragen Sargdeckel, Pfeile, Sensen,Schaufeln. Dagegen fehlten dort durchweg die Musikinstrumente, diein allen deutschen Totentänzen eine bedeutsame Rolle spielen und auchin die späteren Ausgaben der Danse macabre übernommen wurden.
Ich kann an dieser Stelle noch nicht über die besonderen Be-ziehungen des Pariser Gemäldes zu seinem Vorbilde, dem Schauspiel,über ihre Verschiedenheit und Übereinstimmung im einzelnen reden,