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Verpflegung giebt ihnen Veranlassung zu bitteren Klagen;nur zweimal wöchentlich erhalten sie ein Stück gesalzenesFleisch, sonst nur Stockfisch und pro Person eine, resp.l 1 /» Sardellen, selten Käse, aber modrigen Schiffszwiebackund ranzigen Wein. Am 30. September kommen sie nachMalta, sollen aber, weil die Pest in der Levante herrscht,nicht ans Land gehen dürfen. Indessen gelingt es ihnendurch Vermittelung eines deutschen Maltesers, Hans Hein-rich von Closen, nach 12tägiger Quarantäne, die 40, min-destens aber 24 Tage, zu dauern pflegte, zu landen, erhaltensogar Audienz bei dem Grofsmeister und die Erlaubnis, sichdie Stadt anzusehen. Bei einem Bankett des Baillif vonAndelau, welcher das Marschallamt inne hatte, treffen sievon deutschen Rittern einen Herrn von Stein und einenHerrn von Westhausen. In der Nacht des 19. Oktobersegeln sie nach Syrakus ab, dann über Taormina nach Mes-sina und Neapel, wo gerade der Vizekönig eine General-musterung über 6000 Reiter und 18 000 Mann Fufsvolkhält. Von da erreichen sie am 18. November Rom, am12. Dezember Venedig, hören aber hier mit Schrecken, dafsbei (S. 178) Malamocca das maltesische Schiff, welchem sieihre im heiligen Lande gesammelten Reliquien und ihr Ge-päck anvertraut hatten, mit zwei Pferden des Grofskomturs,eines Herrn von Rosenbach, untergegangen sei. Aber dadas Meer dort nicht tief war, wird das Meiste von derFracht gerettet, freilich dabei auch manches gestohlen.
Einem auf dem Meere während des Sturmes abgelegtenGelübde zufolge tritt Grimming mit seinem Vetter eine Wall-fahrt nach Maria Einsiedeln an, das sie über den St. Gott-hardtpafs glücklich erreichen, kehren dann über denselbenund Mailand nach Venedig zurück und gelangen über Spi-lembergo, St. Daniele, Venzone, Malborgeth, Villach, St. Mi-chael, Radstadt wieder gesund nach Salzburg zurück.
Röhricht-Meisner veröffentlichen diesen Auszug aus einerHandschrift des Herrn Oberamtsrichterr S. von Schabin München, aufser der W. Neumann bereits in der Tü-binger Theol. Quartalschrift 1868, 327 (vgl. ZDPV. 1881,