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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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Übungen, ein türkisches Kästchen mit dem Freibrief, den ervom Kadi in Tripolis erhalten, den Leibrock, den er in derGefangenschaft getragen, mit zwei von den Mäusen ein-gefressenen Löchern, eine Jagdbüchse, die ihm einst MelchiorManlich für seine Ausrüstung mitgegeben, und drei Briefeseines Augsburger Freundes Hieronymus Hitzler (dermit ihm von Marseille abgesegelt war; S. 402) aus Spanienund Portugal (S. 507).

Seine Reisebeschreibung (sie enthält nichts von Jeru-salem, ist aber trotzdem von grofser Wichtigkeit) erschienin der Bibliothek des litterarischen Vereins zu Stuttgardt(von Hassler) und in neudeutscher Bearbeitung von Ad. Cohn(Ulrich KrafFts Denkwürdigkeiten, Göttingen 1862); wircitieren die letztere Ausgabe.

1573(1).) Leonhard Rauchwolf, Dr. med. aus Augs-burg, Schwager des Grrofshändlers Melchior Manlich sen.(S. 296), brach am 18. Mai 1573 mit Friedrich Rentzauf, ging über Lindau, Feldkirch, Chur, Como nach Mai-land, wo er am 26. Mai eintraf, von da über Nizza nachMarseille, wo er im Anfang Juni Ulrich Krafft antraf,den er auf seiner Reise nach Tripolis begleiten sollte (S. 277).Am 2. September segelten sie ab (S. 277 a) und kamen am28. September daselbst an (S. 279; ibid. 279—282 sehrgenaue Nachrichten über die Stadt und die Umgebung).Auf einer Reise nach Babylon ward Rauchwolff in Anahals Spion verhaftet (S. 304—306) und mufste sich durchein hohes Lösegeld (50 Dukaten) freikaufen, doch besuchteer Babylon und Bagdad, trat am 16. Dezember 1574 seinenRückweg an (S. 311a), ging über Mosul, Edessa nachAleppo, wo er am 10. Februar 1575 eintraf (S. 316) undärztliche Praxis übte, gefangen, aber wieder freigelassen wurde(S. 317). Am 5. Mai 1575 brach er nach Tripolis auf,das er am 7. September verliefs (Krafft 193); er landeteam 13. in Jaffa (S. 321a—323 a) und segelte am 6. No-vember nachhause (S. 347 a); am 12. Februar 1576 traf erglücklich wieder in Augsburg ein (S. 349).

Seine für die Kulturgeschichte des Orients höchst