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hannes Kettner (von Greisenfeld), welcher sich inMünchen Cgm. 845 findet; vgl. ZDPV. 1881, 235.
1470(a.) Herzog Ulrich IL von Mecklenburg-Stargard unternahm, um sich männliche Nachkommen-schaft zu erbitten, eine Pilgerfahrt nach Jerusalem, auf wel-cher ihn aufser vielen Adeligen auch HerzogMagnusII.von Mecklenburg-Schwerin und dessen Bruder Bal-thasar begleiteten (Franck, Das alte und neue Mecklen-burg VIII. Buch, 139; ebenda steht auch sein Testamentvom 11. März 1470). Da die Türken gerade Negropontebelagerten, so hielten die Venetianer, um diesen wichtigenPosten zu entsetzen, alle Pilgerschiffe an, um die Pilger zumKampfe zu verwenden, so dafs Ulrich in Corfu längere Zeitliegen und dann mit seinen Begleitern zehn Meilen vor Ne-groponte sich den Venetianern anschhefsen mufste. Endlichliefs man sie los, worauf sie nach Candia segelten, wo siewegen der auf dem Meere umherschweifenden Türkenschiffeachtzehn Tage wieder zurückgehalten wurden, bis sie end-lich Jaffa am 15. Juli und acht Tage später Jerusalem er-reichten. Hier trennte sich Ulrich von seinen Begleiternund ging nach dem Sinai, kehrte dann zu ihnen zurückund traf mit denselben Ende Februar 1471 wieder in derHeimat ein. Wie seine Grabschrift (Lisch in den Mecklen-burg. Jahrb. 1874, XXXIX, S. 49—50) vermuten läfst,brachte Ulrich den Aussatz mit nachhause, an dem er starb.(Boll, Geschichte des Landes Stargard, Neustrelitz 1847,II, 186—190; gütige Mitteilung des Herrn ArchivdirektorsDr. Wiggers).
1470(b.) In demselben Jahre brach Ulrich Brunneraus dem Haugstift zu Würzburg am 8. März „pro indul-gentiis" auf nach Rom, wo er mit Eberhard von Grum-bach und dem Kanzler Friedrich über Trient, Verona,Bologna am 5. April glücklich eintraf und bis zum 23. Aprilsich reichlichen Ablafs zu verdienen suchte; am 21. Maikam er nach Venedig, das er •am 3. Juni mit Wilhelmvon Rechberg, Georg Marschall und Albrechtvon Wolfstein verliefs (S. 190). Am 24. Juli erreichten