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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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1426 wurde Graf Wilhelm I. von Henneberg(Schleusinger Linie), Sohn Heinrichs XI., auf seiner zwei-ten Jerusalemfahrt von den Türken ermordet (Schultes,Diplomat. Geschichte des gräfl. Hauses Henneberg, II, Ur-kundenbuch 260; vgl. Glaser, Gesch. von Henneberg 556und oben 1113).

1137(a.) soll Conrad von Einsiedel auf Gnandsteinzum Dank für seine Rettung aus den Händen der Hussiteneine Wallfahrt nach Jerusalem unternommen haben, aber imheiligen Lande gefangen worden sein; 1455 sei er als tür-kischer Sklave vor Belgrad durch den Sieg des JohannHunyady befreit worden, worauf seine Gemahlin ihn auchnach langen Bedenken wieder als ihren Gemahl anerkannthabe (Gräfse, Sachs. Sagen I, 285 286).

-----^ 1137(1).) Magister Johannes de Frankfordia,

Doctor der Theol. in Paris, schrieb ein Itinerarium ab Hey-delberga Jerusalem, (Tross, Antiquar. Catalog, Paris 1853,No. 31, s. XV [1446], 9 foll.).

1138(a.) pilgerte Herzog Ludwig III. von der Pfalzmit dem Grafen Johann V. von Sponheim und Lud-wig von Flersheim nach dem heiligen Lande (Häuser,Geschichte der Pfalz I, 294; Waltz, Die Flersheimer Chro-nik, 6 u. 111); vielleicht war auch in seiner BegleitungJohannes Passerhammer (Anzeig. d. germ. Museums1863, 319322). Der Herzog liefs, wie berichtet wird,nach seiner Rückkehr den Bart nicht abschneiden und führteseitdem den Beinamender Bärtige"; er ward, wie manglaubte, infolge der Ileisestrapazen blind (von Spruner,Charakterbilder aus der bayerischen Geschichte 1878, S. 264 f.).Bei Simonsfeld, Der Fondaco dei Tedeschi I, 491, No. 819ist eine Urkunde abgedruckt, worin als der Begleiter desHerzogs Antonio de Corrado erscheint.-^> 1438(Ib.) am 12. Dezember bestand Heinrich vonRamstein zu Basel einen Zweikampf mit dem spanischenAbenteurer Juan de Merlö und ging bald darauf nach Je-rusalem (und gieng im wol auf der fart"), wo er Ritterdes heiligen Grabes wurde (Anonyme Baseler Chronik D.