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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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Daz erwolt sein in Endia: Daz understund der haiden ge-

walt,Der edel wart, gevangen palt Und lag gevangen ein halbez

jar,Vers 190 Daz er nie sicher was verwar Des lebens einen halben tag.Marian er zu dienen phlag Und lobt in seiner grösten notTzu fasten untz an seinen tot Sechs tag in der woehen,Daz plaib gar untzebroehen Von im gar sicher tägeleich:Nu half im Christ von himelreieh, Daz chaufleute chomen

tzu der stunt,Vers 200 Den er dikeh gewesen kunt Mit ern was an maniger stat.So vleizchleich man umb in pat, Man leeh im gelt auf

sneller yart,Daz er mit ern ledig wart. Her wider er gen Venedy

zoch,(S. 46) Der werd vand mit ern hoch Ein geselleschaft gar wandeis

vrey,Mit der für er [gen Armoney: Der chrig der was ge-

nomen ab.Vers 210 Tzum ander mal daz heilig grab Sucht der ritter-

schefte kipperDar nach sach man in Tzipper, Von Tzipper gen Kun-

stantinopel. . . .

Von Konstantinopel ging er durch Rufsland nach Stock-holm, diente dann im Heere des Königs Magnus gegen dieRussen, kehrte von da nach Schweden zurück, ging nachSchottland und Irland, dann nach Spanien und Rom, kehrtenach 3|jährigem Aufenthalt zurück und kämpfte 1351 imHeere des Königs Ludwig von Ungarn gegen die Preufsen.Hierauf besuchte er Dänemark, Holstein, Westfalen, Frank-reich, Spanien, Majorka, Sicilien, Calabrien, Rhodus, Cypernund kam zum drittenmale nach dem heiligenLande (S. 47, Vers. 300302), von wo er über Konstan-tinopel durch die Wallachei und Ungarn wieder glücklichheimkehrte. Da Friedrich 1358 Oberjägermeister wurde(Huber, Rudolf IV. von Osterreich, 156), so wird diese dritteReise nach Jerusalem wohl in die Jahre 13531356 zusetzen sein; er starb 1360 (Peter Suchenwirt, Werke,herausgegeben von Primisser 4347, 247255; v. Hor-mayr, Taschenbuch für vaterl. Geschichte 1828, IX., S. 13