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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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72); vielleicht ist dies derselbe, welcher als Pilger in einerUrkunde erscheint (vgl. oben S. 37).

In einer Urkunde vom 23. November 1318 erwähntFürst Johannes von Werte den Pfarrer von Jördens-torf, Curdt Hammen, der in seinem Auftrage eine Pil-gerfahrt nach Jerusalem vollbracht habe. (Mecklenb. Ur-kundenb. VI, 390391, No. 4026.)

1319. Der Markgraf Waldemar von Branden-burg soll 1319 nicht gestorben sondern nach dem heiligenLande gepilgert sein, um einen Thronerben sich von Gottzu erbitten; über die ganze Sage vgl. die ausführlichsteDarstellung bei v. Klöden, Diplomatische Geschichte desMarkgrafen Waldemar, Berlin 1845, IV, 336 ff.

1320 pilgerte Johann von Wildberg nach dem hei-ligen Lande (Leu, Helvet. Lexikon XTX, 451). L.

13281329 war Graf Albrecht I. von Montfort-Werdenberg im heiligen Lande, aus dem er die Tochtereines Emirs mit in die Heimat gebracht und als Nonne demDominikanerkloster zu Bludenz übergeben haben soll (Schrif-ten zur Gesch. d. Bodensees XV, 1886, 17).

1330. Herzog Heinrich IL von Braunschweig-Grubenhagen, wegen seiner vielen Eeisen nach demOstende Graecia" genannt, der Schwager des KaisersAndronicus IL, reiste mit Empfehlungsbriefen desselben aus-gerüstet nach Palästina und dem Sinai, wo er durch dengriechischen Patriarchen zwei Dornen aus der DornenkroneChristi und Ol aus dem Grabe der heiligen Katharina zumGeschenk erhielt (Waschow, Otto von Tarent, Glatz 1874[Breslauer Inaug. Dissertai], 34), die er 1351 dem KlosterWalkenried übergab (Walkenrieder Urkundenbuch, 197198, No. 921). Er heiratete Heloise (Du Cange, Les fa-milles d'outre mer ed. Rey 378; vgl. Waschow 4; Have-mann, Gesch. von Braunschweig I, 422423; 0. von Heine-mann, Gesch. von Braunschweig u. Hannover, Gotha 1886,II, 53) und wird von Ludolf von Sudheim 39 Graf von Jaffa,Herr von Ramleh und Marschall des Königreichs Jerusalemgenannt. Neben ihm wird noch erwähnt Hugo von Braun-

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