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meisten der Pilger haben ihre Heimat wieder erreicht; dochwird von nicht wenigen berichtet, dafs sie auf der Fahrtstarben [345]- Jedenfalls aber galt es immer als das här-teste Los, in die Gefangenschaft der Türken zu geraten,dem einzelne nur mit Mühe während ihrer Reise ent-gingen [346], andere aber wirklich verfielen. Doch auchhier waltete über den meisten wieder ein glückliches Ge-schick, da sie in der Regel ihre Freiheit durch diplomatischeVermittelung [347] oder barmherzige Freunde [348] wiedererhielten.
Und wenn nun der Pilger, vielleicht oft totgesagt [34S],als gestorben betrauert, wieder in die Mitte der Seinen trat,wie mögen die Herzen übergeflossen sein von Thränen derFreude und des Dankes, wie mag man den viel Geprüftengeehrt [350] und angestaunt haben! Wohl jeder wird demDanke gegen Gott, dessen Vaterhand ihn so wunderbar undglücklich geführt, nach Kräften Ausdruck zu geben sich be-müht haben, der ärmere an geweihter Stelle im Gebet, derreichere durch Schenkungen oder Stiftungen von Kirchen,Kapellen oder Klöstern [351]. Nicht wenige befestigten dasAndenken an ihre Fahrt durch mehr oder weniger aus-führliche Reiseschilderungen, und aus dieser Quelle schöpfenwir Jüngeren die beste Kenntnis von dem, was unsere Väterauf der Wanderung nach dem fernen Osten für Herz undVerstand eingetragen haben.
Aber nicht nur aus allen jenen klaren, stummen undredenden geschichtlichen Zeugnissen erfahren wir vonjenen wunderbaren Fahrten, auch in der Sage klingt dieKunde davon fort; nur verschwimmt die Zeit der grofsenbewaffneten Heereszüge oft mit der unserer bescheidenenPilgerreisen [352]. Als Veranlassung zu einer Jerusalem-fahrt wird wie in der wirklichen Geschichte bald der Dankfür eine wunderbare Rettung [353], bald die Sehnsucht, amheiligen Grabe Gott um die Erfüllung eines Herzenswunscheszu bitten [354], angegeben, doch spielt die Hauptrolle dabeimeist die Liebe [355]. Die ausführlichste Sage, die ihrenhistorischen Hintergrund in der Person des Bartscheerers