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fürst Albrecht von dem Gerücht, Herzog Sigmund mit den Schweizernund dem dortigen Bund wollten Frieden mit Herzog Karl halten, wäh-rend dieser das Reich befehde, dessen Fürsten, Glieder und Unterthanensie doch seien. Wenn der eine sich befrieden wolle, der andere dieSchultern hochziehen und die Sache dem Nachbarn zuschieben, dann seiallerdings wenig auszurichten 425 ). Albrechts weitere Äusserung, ihnkümmere das Stift Köln mehr als das Stift Würzburg, scheint auf dieSachsen gemünzt zu sein. In der That lautete deren gemeinsame Ant-wort auf das kaiserliche Rundschreiben, die damals unterwegs war, sehrkühl. Sie erklärten sich zwar bereit, namentlich in Rücksicht auf dieKurwürde des einen von ihnen, sich ganz nach anderen Ständen zurichten, glaubten jedoch, dass der Kaiser, der wohl längst seine Be-schlüsse gefasst habe, ihres Rates nicht bedürfen werde 42 ").
Dass es dem Kaiser Ernst sei mit dem Krieg gegen Burgund,nahm man allgemein an. In Nürnberg verlautete, noch ehe man dortvon dem Einfall Karls Kunde hatte, der Kaiser werde nach Frankfurtgehen, die Seinen im Reich zu sich fordern und zum Schutz Kölns undanderer dem Herzog entgegen treten 427 ). Die wieder angeknüpftenVersuche, eine Verständigung des Kaisers mit Friedrich von der Pfalzzu erzielen, schienen dem Vorhaben mit die Wege zu ebnen. Der Pfalz-graf hatte auf Zureden Christians von Dänemark und Ludwigs vonBayern Räte nach Augsburg geschickt; im Juli und August wurde dortnicht ohne — freilich trügerische — Hoffnung auf Erfolg verhandelt 428 ).Den von den beiden Kurfürsten für ihn ausgearbeiteten Plan des grossenReichsaufgebotes hat sich Kaiser Friedrich lebhaft angeeignet; der Ent-wurf ist in seinen Zahlen die Grundlage des nachherigen 'Grossen An-schlages' geblieben. Den sächsischen Fürsten Hess der Kaiser den Plandurch den Reichserbmarschall Ritter Rudolf von Pappenheim vorlegen,der zu mündlicher Wiederholung des Ersuchens um ihren Rat an sieabging. Pappenheim bat nicht nur um ihre Zustimmung zu dem An-schlag, sondern auch schon um eine Erklärung, wohin sie ihren Anteilschicken würden 429 ).
425 ) Brief an Absberg Aug. 17.
42 °) Aug. 14 Weimar, verz. Priebatsch I S. 692.
427 ) Bericht nach Köln Aug. 14, Stadtarch.; Auszug Priebatsch I S. 692.
42S ) Vergleichsentwurf Aug. 23 Augsburg u. s. w., siehe z. B. Quellenzur bayer. Gesch. II S. 491 ff.
429 ) Dass dieser auf 8000 Mann angegeben wird, zeigt, dass es sichum das grosse Aufgebot für Ernst, Albrecht und Wilhelm handelt. Bericht