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schaft entrissenen Pfandlandcu 326 ) und mit den feindseligen Städten (derniederen Vereinigung) Strassburg, Sehlettstadt, Kolmar, Basel. Es sollteausgerufen werden, dass jeder, der Kaufmannsgut der Obgenauuten inHänden habe oder ihnen Geld schulde, alsbald hierüber, wie über dendiesseitigen Besitz der Obgenannten an Land und Erbe, Kenten undEinkünften den Behörden schriftlich genaue Angaben machen müsse,widrigenfalls man gegen ihn als Widerspenstigen verfahren werde. Allesdies Gut sollte dann von den Behörden zu Gelde gemacht werden zumNutzen des Herzogs. Denn also beliebe es ihm. Das wichtigste aberan diesem Erlass war die offene Erklärung des Herzogs, er wolle Gottund der heiligen Kirche zu Ehren sein Heer in das Stift Köln einrückenlassen und allen Ernst anwenden, um die aufständischen UntersassenErzbischof Ruprechts, seines lieben Neffen — denn immer betonten erund seine Leute 327 ) die angebliche Verwandtschaft —, zum Gehorsamgegen diesen zu bringen. Dem entsprach es, wenn er an demselben Tageeinen Teil der in der Freigrafschaft Burgund stehenden Truppen zu sichberief 328 ). So war es also endgültig entschieden, dass der Herzog nichtnach dem Oberrhein ging, wozu doch die dort erlittenen schweren Ver-luste, auch persönliche Kränkungen wie die Hinrichtung Peters von Hagen-bacb, ihm allen Grund gegeben hätten 329 ), sondern an den Niederrhein,wo er grössere Erfolge bei geringerer Gefahr erhoffte 330 ). Auf ernst-lichen Widerstand des Reiches rechnete er für so bald nicht.
Köln hatte schon am 28. Juni auf die Warnungen vor plötzlichemÜberfall beschlossen, den Erzbischof von Trier, die beiden Herzöge vonJülich, die Grafen Sayn und Virneburg und die Städte Bonn, Neussund Aachen zu heimlicher Besprechung einzuladen 331 ). Am 8. Juliordnete es Vertreter ab zu einer Zusammenkunft, welche Landgraf
326 ) Sie werden als c land van Ferrette' (Ptirt) bezeichnet; Köln er-läutert 'alias Sunckaw'.
327 ) Vgl. Olivier de la Marche bei Petitot X S. 290.
328 ) Karl an Claudius von Neufchatel Herrn du Fay Juni 22 Luxem-burg, verz. bei v. Rodt a. a. 0. I S. 234. Vgl. Dierauer, Gesch. der Schweizer.Eidgenossenscb. II S. 192.
329 ) Noch Anfang Juli versah man sich in Strassburg unmittelbarerGefahr ebenso wie in Köln; vgl. Nürnberg an Strassburg Juli 4, Priebatsch IS. 674; K. Friedrich an Frankfurt Juli 5, Janssen II l S. 349.
33 °) Siehe die Darlegung von Bachmann, Deutsche Reichsgesch. IIS. 469 f.
331 ) Stadtarch.; Memorialb. Bl 35 (Juni 28); die entsprechenden Briefean Wilhelm von Jülich und Johann von Trier Briefh. 30 Bl. 129v und 130.