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Die Entstehung des deutschen Reichskrieges gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund
Entstehung
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lichsten Fleiss sowie Mandate zu ihrem Schutz gegen weitere Forde-rungen versprochen. Diesen Abend aber sei wieder eine Meinungsver-schiedenheit eingetreten.

Das ist nun nicht zu verwundern, wenn man das Mandat V^betrachtet, das der Legat am folgenden Tage erlassen hat 237 ). An-schliessend au die Artikel vom 12. Januar verlangt es, unter Androhungschwerer Strafen, innerhalb 12 Tage nach Verkündigung von derKapitelpartei, an die es sich zuerst wendet, endgültig Einräumung desBonner Zolls, des Poppelsdorfer Schlosses und des Kölner Hofes in derTrankgasse au Erzbischof Kuprecht; von Landgraf Hermann noch ins-besondere Ablegung des Hauptmannschaftstitels; von den vier Städtenaber, dass sie sich in des Legaten Hand stellen, wobei sogar die Be-merkung unterläuft, wer in den vier Städten zum schuldigen Gehorsamgegen Erzbischof Ruprecht zurückkehren wolle, solle hiermit nicht darangehindert sein. Dem allem gegenüber stand allerdings ausser einerVermahnung an den Erzbischof, Schaden und Beschwer von Poppeisdorfher zu verhüten, ein allgemein gehaltener Befehl zur Abstellung jeg-licher Feindseligkeit und Herausgabe der Gefangenen und des genommenenGutes. Aber war denn Gewähr vorhanden, dass die Partei des Erz-bischofs hierauf eingehen würde? Der Legat drohte gegen Ungehorsammit dem weltlichen Arm und besonders mit dem Kaiser als dem Haupt-schwinger des zeitlichen Schwertes. Aber der war fern, während dieerzbischöfliche Partei auf den Beistand und die Gewalt pochte, die sieerlangt habe, und man von grossem Volk von Waffen sprach, das inKürze in diesen Landen sein solle, voran die Städte zu überfallen undzu Gehorsam zu bringen 238 ). Es war eigentlich ein unerfüllbares Ver-langen, dass die Kapitelpartei sich selbst ihrer besten Stützen beraubenund dass die Städte auf ein höchst Unsicheres Schutzversprechen bauensollten in einem Augenblick, in dem man allen Grund hatte, zusammen-zuhalten und sich zur Wehr zu stellen. Es wurden deshalb 'Pro-testationen' gegen das Mandat des Legaten vorgenommen 239 ). Aber

23? ) Apr. 3 Köln (in conventu fratrum preclicatorum), mit Zeugen undnotarieller Ausfertigung; Stadtarch., Burgund. Briefb. Bl. 21.

- 3S ) Brief an Stephan Apr. 2. Köln hielt es schon für nötig, in diesemBrief den Kaiser bitten zu lassen, dass er den Herzögen von Jülich-Berg undKleve-Mark befehle, gegen das Stift keinen Beistand zu thun. Für die Städteerbat Köln die Erlaubnis, in der Not das Wappen und Banner des Reichszu gebrauchen.

239 j Brief an Bücking Apr. 11.