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sieh unterdessen nach weiterem Beistand um. Nicht unwichtig war beider Lage ihrer Gebiete, wie die Brüder Bernhard von Lippe und Simonvon Padei'born, Nachbarn Hessens und des kölnischen Westfalens, sichverhalten würden. Den Bischof fanden wir schon bei Herzog Karl.Den Edelherrn glaubte Landgraf Hermann noch auf seiner Seite, erbat ihn um eine Keiterhülfe, die am 20. September in Ürdingen ein-treffen möge 153 ). Doch auch Bernhard benahm sich verdächtig; manhörte in kurzem, er wolle, während Landgraf Heinrich mit HeereskraftHermann zu Hülfe nach Linz an den Khein ziehe, mit Beitern inBrilon einrücken, um Heinrichs Unternehmen nach Vermögen zuhindern 1M ). Die Besorgnis wegen des Trierer Tages vor dem Kaisererwies sich allerdings bald als eine vorläufig unnötige. Zwar war derVerdacht, den die Form der Ladung erregt hatte, durchaus nicht grund-los gewesen 155 ). Aber der Tag verzögerte sich und der Kaiser hattemit anderen Angelegenheiten alle Hände voll zu thun. Vom Kapitelreiste Pfalzgraf Stephan an seinen wandernden Hof hinauf 15 ") und erscheint beruhigende Nachrichten gesandt zu haben. Landgraf HermannWieb im Stift, wo am 21. September der Waffenstillstand ablief. Die ersten,die es zu fühlen bekamen, waren Kuprechts Anhänger in Kempen 157 ).So waren die Feindseligkeiten bereits wieder im Gange, als Kaiser Fried-rich am 28. September endlich in Trier eintraf. Zwei Tage späterkam auch Herzog Karl dort an. In den denkwürdigen Verhandlungen,die jetzt zwischen den beiden hohen Häuptern begannen, war von demStreit im Kölner Erzstift zunächst wenig die Kede.
Dagegen meldete sich in diesem Augenblicke eine andere Macht: Yin Köln erschien ein Legat des römischen Stuhles. Nachdem die Sen-dung des Erzbischofs von Kreta nicht zu Stande gekommen war lfls ), hatte
Kleinod ist augenblicklich nicht aufzutreiben, weil alles für die FrankfurterMesse eingepackt ist; doch wird das [!] Kleinod erster Tage bestellt. Vgl.oben S. 30 Anm. 131.
153 ) Hermann an Bernhard Sept. 7 Bonn, verz. Preuss u. Falkmann,Lippische Regesten III S. 448.
15 *) So berichtete der westfälische Kitter Goswin Ketteier an LandgrafHeinrich; Bernhard, der das von Simon erfuhr, erklärte das Anbringen fürunwahr; Schreiben an Heinrich [1473] Nov. 4 Neuhaus hei Paderborn, verz.Preuss u. Falkmann III S. 468, irrtümlich zu 1474 (Nov. 3).
165) yg] Bachmann, Deutsche Reichsgesch. II S. 417.
150 ) Siehe Kölner Mitteilungen 25 S. 346 f.
157 ) Hermann an Köln Sept. 23 Bonn, praes. Okt. 1, Stadtarch.
15S ) Siehe oben S. 15.
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