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Die Entstehung des deutschen Reichskrieges gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund
Entstehung
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erweckte die Haltung des Kaisers. Nur mit seiner Lässigkeit hatteman gerechnet; jetzt schien es, als wolle er auf Kosten der Kapitel-partei sich mit dem Burgunder verständigen. Denn als er das Kapitelwirklich vor sich berief, ihm einen Tag nach Trier setzte, bemerkteman mit Befremden, dass der Person des Stiftsverwesers in dem La-dungsbriefe mit keiner Silbe gedacht war. Ganz betroffen schriebLandgraf Hermann, zu Köln am 29. August, hierüber vertraulich anden Hofmeister Dörnberg. Er wisse gar nicht, wie er das verstellensolle. Er sei doch in dem getroffenen Waffenstillstand mitbegriffen.Jedenfalls müsse er sich wohl vorsehen und, falls etwas wider ihn an-geschlagen werde, dem mit Vernunft und mit Beistand seines Brudersund anderer Fürsten zuvorkommen. Dörnberg, durch seine Thätigkeitim Stift von allem genau unterrichtet, könne ermessen, wieviel bei demgegenwärtigen Stand der Dinge auf diesen Tag ankommen werde. Her-mann gedachte trotz Nichtladung stattlich nach Trier hinaufzureiten,Dörnberg aber sollte dahin wirken, dass der Tag auch von LandgrafHeinrich persönlich besucht, von den mit Hessen erb verbrüdertenHäusern Brandenburg und Sachsen durch Bäte besandt werde. AnHeinrich selbst wagte Hermann keine Abschrift des kaiserlichen Briefeszu schicken, er teilte ihm nur die Ansetzung des Tages mit und batum sein persönliches Erscheinen 151 ). Es ist bezeichnend, dass ebendamals Köln die durch Dörnberg verabredeten Zahlungen für den Ver-trag mit Landgraf Heinrich vom 24. Juli leistete 152 ). Hermann sah

Neuss Aug. 30, siehe Tücking S. 64; für Andernach Aug. 30 und Sept. 17,siehe Annalen 59 S. 117. Hermann an Bürgermeister von der Clocken wegennoch fehlender Besiegelung durch Ahrweiler Nov. 9, Stadtarch. (AntwortNov. 10, Briefb. 30 Bl. 71v). Aug. 27 wurden 600 Gulden als bezahlt ge-bucht; Stadtarch., Samstags-Rentk. Ausg. Bd. 45. Aug. 31 quittierten hierüberHermann und Kapitel; Entwurf auf Zettel. Sept. 15 sollten dieselben sowieder alte Heinrich von Nassau als Mainzer und Bonner Propst und Friedrichvon Wied sich wegen eines weiteren Abschlages von 1300 Gulden verschrei-ben; Entwurf auf Zettel. Dieser Abschlag wurde aber nicht geliefert; erst1474 Jan. 29 wurden 5400 Gulden, also alles bis auf die 600, gebucht;Rentk. a. a. 0.

151 ) Hermann an Dörnberg, 'seinen Rat'; Ausfert. im Marb. Staatsarch.,Akten 1473. Am Schluss die eigenhändigen Worte: 'lieber Hans, men kanuch soe ganz nit geschryben als dye noit ist; ir wyst al sach woel; undhlyebet jae nit uss. Hermannus manu propria'. Landgraf Heinrich warSept. 11 in Cassel; Marb. Staatsarch., Urk. Eppenberg.

152 ) Bürgerin, und Rentm. von Köln an Dörnberg Sept. 3, Briefb. 30Bl. 57v. Das Geld (3520 [!] bescheid. oberl. rhein. Gl.) ist angewiesen; ein