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er in Person pünktlich herabkam 78 ), nicht den geringsten Erfolg haben.Ruprecht, der den Tag beschickte, Hess verlangen, dass man ihn indas, was ihm genommen, freiwillig wieder einsetze oder dass man denErzbischof von Trier darüber rechtlich entscheiden lasse. Die Gegen-partei stellte seinen Vorschlägen andere entgegen und wollte die Ent-scheidung für die einen oder die andern nicht Johann überlassen. Esfehlte auch wieder nicht an den üblichen Gewalttätigkeiten; wenigstensbehauptete das Ruprecht 79 ). Statt einer Einigung erfolgte die Besiegel-ung des völligen Bruches durch eine am 29. März ausgestellte Urkunde,in der das Domkapitel, 4 von den Edelmannen (Grafen von Sayn,Virneburg, Wittgenstein, Wied), 10 Angehörige der Ritterschaft unddie 4 Städte Neuss, Bonn, Andernach und Ahrweiler 'von wegen ge-meiner Landschaft des Stifts Köln' sich von Erzbischof Ruprecht los-sagten und den Landgrafen Hermann von Hessen zum Hauptmann,Beschirmer und Verweser annahmen, ohne dessen Willen sie sich nichtmit Ruprecht vertragen wollten, es wäre denn, dass er das Regimentgänzlich übergäbe und sich mit angemessener Tension und Deputat' ge-nügen Hesse, wie auf dem Tag zu St. Severin in Köln beredet worden.Dem Landgrafen wurde versprochen, am päpstlichen und am kaiserlichenHofe wie überall sonst ihn auf Begehren zu unterstützen, dass er dieAdministration des Stiftes erhalte und mit demselben versehen (provi-diert) werde, und ihm Gehorsam zu leisten, sobald er 'seine Bulle undProzess' vom Papst erhalte 80 ).
Wenn der Erzbischof damals dem Landgrafen vorwarf, es sei ge-logen, dass gemeine Ritterschaft, Städte und Landschaft ihn angerufenhätten, so musste man allerdings das zugestehen, dass von einer wirk-lich einmütigen Erhebung gegen den Erzbischof trotz allem nicht dieRede sein konnte. Ja die Zahl der entschlossenen Anhänger Hermannswar in diesem Augenblick, wie die obige Urkunde zeigt, in der Land-schaft noch ziemlich gering. Und selbst im Kapitel gab es einige, diemit dem entschiedenen Vorgehen gegen Ruprecht nicht recht einver-
5S ) Vgl. 2 Schreiben Johanns März 21 Ehrenbreitstein bei Goerz, Re-gesten der Erzbischöfe zu Trier S. 237. Der trierische Marschall HermannBoos von Waldeck, den Johann gern dabei haben wollte, erhielt von Köln,mit dem er in Feindschaft stand, besonderes Geleit; Köln an Johann März 23,Stadtarch., Briefb. 30 BI. 20. März 25 urkundete Johann bereits in Köln,Lacombl. IV S. 454 Nr. 364.
n ) Ruprecht an die Stände von Westfalen Apr. 4, an Linz u. s. w.Apr. 6, Brühl, gedr. Arch. des Vaterl. I S. 140 und 145.
80 ) Gedr. Arch. des Vaterl. I S. 129, Auszug Lacomblet IV S. 453 Anm.
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