167landen große Schiffe, davon eines von derVorderseyte einem Kriegsschiffe fast gleichware, herbey schaffen, die von Mittag nachNorden in der ordentlichen Länge der Stadtzusammen gekettet und vest geankert wurden.Die guten Einwohner kamen nun in dieäusserste Bedrängniß. Fast gab es kein Ret-tungsmittel mehr. Sie mußten entweder inallem bleiben, was sie von Anfang der Be-lagerung gewesen; das ist, Vertheidiger ih-rer Vaterstadt bis auf den letzten Bluts-tropfen, oder in allem Burgundisch werden,nemlich sich den schimpflichsten Bedingnißen,die ihnen der trotzige Sieger zumuthen wür-de, unterwerfen. In dieser so mißlichen La-ge der Sachen hielt es der Kommendant derEhre des Erhalters des Ganzen angemeßen,eine feyrliche Proceßion anzustellen, und den-selben bey Opferung eines Wachslichtes von100. Pfund, welches vor dem Bildniße des5. Quirins aufgestellet ward, flehentlich an-zugehen, daß er doch in dieser so dringen-den Gefahr die Gnade haben möchte, dieStadt, die er so lange erhalten hätte, auchdiesesmal bestens zu schützen. Dies verschlugdie Feinde nicht. Sie setzten vor wie nachder Stadt mit Kanoniren so zu, daß dasNiederthor und die diesem Thore zunechstgelegene Muͤhle und am Rheinthor der ſogenannte Touben Thurm einstürzten. DieFeinde
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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167
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